Gesamtschau

Olivier Assayas im Wiener Filmmuseum

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Die Regiearbeiten des Franzosen werden ab Freitag vollständig gezeigt.

Eine Ausnahmeerscheinung des europäischen Kinos der vergangenen drei Jahrzehnte wird im Österreichischen Filmmuseum gewürdigt: Der französische Regisseur Olivier Assayas ist ab morgen, Freitag, mit einer Gesamtschau seines bisherigen Schaffens in Wien vertreten. Zum Auftakt werden in Anwesenheit des Filmemachers, der u.a. für Werke wie "Irma Vep", "demonlover" oder "Carlos" verantwortlich zeichnet und für Publikumsgespräche sowie eine Masterclass zur Verfügung stehen wird, auch zwei neue Publikationen vorgestellt. Die umfassende Schau läuft bis 17. Juni.

Gesamtschau
Assayas wurde 1955 in Paris geboren und stammt aus einer Familie mit ungarischen und italienischen Wurzeln. Sein Vater war ein vielbeschäftigter Drehbuchautor in der Film- und TV-Branche, doch der Weg des Sohns führte auf ganz anderen Wegen zum Kino: von der Malerei (seiner "ersten Kunst") über das Eintauchen in Punk- und Popkultur und in die Schriften von Guy Debord bis hin zum eigenen Schreiben. Als Kritiker bei den "Cahiers du cinema" zwischen 1980 und 1985 war er für einige legendäre Sonderhefte wie etwa "Made in Hongkong" mitverantwortlich.

Beispielhaft
"Seit 'Une nouvelle vie' (1993) sind alle Assayas-Filme Versuche, die Welt mittels Kino buchstäblich neu zu erfassen, zu berühren, sich ihr hinzugeben", schreibt das Filmmuseum in seinem Ankündigungstext. "Zugleich reflektiert er darin spezifische Filmformen und Kinoepochen. Drei augenscheinliche Beispiele: 'Les Destinees sentimentales' ist sein historisches Familienepos, 'Clean' sein New-Hollywood-Film, 'Carlos' sein Euro-Politthriller. Keines dieser Werke begnügt sich mit einer bloßen Hommage - es sind Akte angewandten Selbst(er)findens."

Alle Infos:
www.filmmuseum.at

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