Zweimal "Liebestrank"

Villazón: Zweimal Staatsoper

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Am 18. und 21. Februar als "Nemorino" im "Liebestrank" im Haus am Ring.

Der mexikanische Startenor Rolando Villazón hat in seiner außergewöhnlichen Karriere Höhenflüge und Höllenfahrten erlebt. 2009 musste er sich wegen einer Stimmband-Zyste drei Operationen unterziehen. Ob er je wieder singen können würde, stand damals auf Messers Schneide.

In Deutschland inszeniert Villazón den „Liebestrank“
Nach einer langen Schweigepause, mehr oder weniger geglückten Neustarts und zwei Alben mit Liedern aus seiner Heimat (México!) und Filmmusik (La Strada) ist der bald 40-Jährige jetzt zur großen Freude der Opernwelt wieder überaus bühnenpräsent: Am 18. und 21. Februar adelt er als Nemorino die Repertoirevorstellungen von L’elisir d’amore (Regie: Otto Schenk) an der Wiener Staatsoper. Wenig später, im Mai, singt – und inszeniert! – der Bühnen-Allrounder die populäre Donizetti-Oper mit dem Arien-Hit Una furtiva lagrima in Baden-Baden. Dort wird er auch kommenden Juli neben Mojca Erdmann den Ferrando in Mozarts Così fan tutte singen.

Villazón stellt am Sonntag im TV junge Top-Musiker vor
Am 30. Juli dann feiert Villazón sein Comeback bei den Salzburger Festspielen – wo er 2005 mit Anna Netrebko in Verdis La Traviata seinen größten Welterfolg landete – mit Mozarts Il re pastore.
Bereits am Sonntag, den 12. 2., ist der Menschenfreund, der regelmäßig auch die „Clown Doctors“ unterstützt, im Fernsehen zu erleben: Um 18.20 Uhr auf Arte präsentiert er gemeinsam mit Thomas Quasthoff – der jüngst die Opernwelt mit seinem Totalrückzug als Sänger schockte – in der TV-Show Stars von morgen junge Musiker auf dem Sprung zur Weltkarriere.

Auch ein neues Album steht bald ins Haus: Am 17. Februar erscheint Massenets Werther mit Rolando Villazón in der Titelrolle.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012

Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

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