Ein beliebtes Heißgetränk könnte schon bald zur Rarität werden! Was einst vor allem in seinem Ursprungsland geschätzt wurde, hat sich mittlerweile zum internationalen Trend entwickelt – mit drastischen Folgen. Die wachsende Nachfrage sorgt dafür, dass die Vorräte knapp werden.
Ob in hippen Cafés, als Superfood-Zutat oder als stylisches Trendgetränk auf Instagram – kaum ein Heißgetränk hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit bekommen wie Matcha. Der fein gemahlene Grüntee aus Japan hat die Welt im Sturm erobert, doch genau das könnte bald zum Problem werden. Denn die rasant steigende Nachfrage hat zur Folge, dass die Vorräte knapp werden und der Markt unter Druck gerät.
- Kein Scherz! Babymarke bringt Eiscreme mit Muttermilch-Geschmack auf den Markt
- Wo Sie in und rund um Wien Bärlauch sammeln können
- Rooftop-Saison 2025: Wann welche Rooftop-Bar in Wien wieder öffnet
Der Boom sorgt für Knappheit
Matcha ist längst nicht mehr nur ein Getränk für traditionelle japanische Teezeremonien. Ob als Matcha-Latte, in Desserts oder sogar in herzhaften Gerichten – das leuchtend grüne Pulver hat sich weltweit etabliert. Besonders seit der Pandemie ist das Interesse an dem koffeinhaltigen Superfood explodiert. Doch während der Rest der Welt immer mehr Matcha konsumiert, kämpft Lieferant Japan mit Engpässen.
Schon im vergangenen Herbst berichteten Produzenten aus Kyoto, dass sie den Verkauf limitieren müssen, weil ihre Lager nahezu leer sind. Besonders begehrt ist die erste Ernte der Teepflanze Camellia sinensis, die als besonders hochwertig gilt. Doch da diese nur einmal im Jahr von Hand geerntet wird, sind die Mengen begrenzt. Selbst die mehrfachen Ernten in anderen Regionen Japans reichen nicht aus, um die weltweite Nachfrage zu decken.

Die nächste Ernte als Rettung?
Im April steht die nächste Matcha-Ernte an, und mit ihr die Hoffnung, den Markt zumindest kurzfristig wieder mit frischem Pulver zu versorgen. Doch die Produktion ist aufwendig: Die Blätter werden sorgfältig geerntet, getrocknet und anschließend in einem langsamen Mahlprozess zu dem feinen grünen Pulver verarbeitet. Hinzu kommt, dass Japan mit einem generellen Rückgang an Teebauern zu kämpfen hat. Die steigende Nachfrage trifft also auf eine limitierte Produktionskapazität.
Steigende Preise und leere Regale?
Während der weltweite Konsum wächst, scheint das Interesse in Japan selbst zu sinken. Die japanischen Teeexporte haben sich seit 2019 verdoppelt und erreichten 2023 einen Wert von 180 Millionen Euro. Kein Wunder, dass Matcha für die Wirtschaft eine immer größere Rolle spielt – doch für Konsument:innen könnte das Folgen haben: Die Preise dürften weiter steigen, und es könnte schwieriger werden, hochwertigen Matcha zu bekommen.
Ist Matcha bald Luxus?
Matcha hat sich als gesunde Kaffee-Alternative etabliert und gilt als Booster für Energie und Konzentration. Doch wer weiterhin regelmäßig in den Genuss des grünen Pulvers kommen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass es teurer und schwerer verfügbar wird. Vielleicht wird Matcha bald nicht mehr nur ein Trendgetränk sein, sondern ein echtes Luxusgut.