Microsoft besinnt sich bei neuer Version offenbar auf alte Stärken.
In wenigen Wochen wird Microsoft
das zweite große Update für Windows 8.1
veröffentlichen. Entgegen einer ersten Ankündigung soll dabei das Startmenü in seiner alten Form aber doch nicht zurückkommen. Doch das dürfte auch gar nicht mehr so wichtig sein. Denn nun gibt es erste konkrete Informationen zu Windows 9, das unter dem Codenamen „Treshold“ (deutsch: Schwelle) entwickelt wird. Dabei zeigt sich, dass sich Microsoft offenbar alter Tugenden besinnt.
Windows 9 passt sich automatisch an Computer an Laut einem Bericht von ZDnet, soll sich Windows 9 wieder stärker an Windows 7 (Bild oben) orientieren und so aktuelle Windows-7-Nutzer, die nicht auf Windows 8 wechseln wollen, zum Umstieg auf die neue Windows-Version bewegen. So sollen vor allem Desktop-User von Windows 9 profitieren. Angeblich sollen sie auf die Touch-Oberfläche mit dem Kacheldesign komplett verzichten können, wenn sie mit Maus und Tastatur arbeiten. Wer hingegen mit einem Tablet arbeitet, soll automatisch die Touch-Oberfläche angezeigt bekommen. Windows 9 passt sich also dem jeweiligen Computer automatisch an.
Konfigurierbares Startmenü Die Desktop-Version, die auf PCs oder Notebooks läuft, soll darüber hinaus ein Startmenü bieten, dass sich der Nutzer selbst konfigurieren kann. Er kann darin also alle Programme zusammenführen, die er am häufigsten nutzt. Außerdem sollen Apps aus dem Windows-Store auch auf der Desktop-Version von Windows 9 laufen.
Fazit Mit Windows 9 reagiert Microsoft offenbar auf die Kritik von Windows 8. Dieses wurde zwar seit dem Start schon in vielen Bereichen weiterentwickelt und verbessert, dennoch gibt es Millionen Windows 7 Nutzer, die nicht auf das aktuelle Betriebssystem umsteigen wollen. Dies könnte sich dank Windows 9 aber wieder ändern. Für alle Windows 8.1 User wird das, bereits oben angekündigte, zweite Update demnächst veröffentlicht. Wie Neowin berichtet, könnte Microsoft einen ersten Ausblick auf Windows 9 bereits im Herbst 2014 geben.
Durchklicken: Neuerungen von Windows 8.1 Update1/5
BedienungBei Windows 8.1 Update haben die Entwickler die Bedienung mit Maus und Keyboard vereinfacht. Egal, in welcher App man sich gerade befindet: Bewegt man die Maus an den oberen Bildschirmrand, erreicht man Basisfunktionen wie Fenster minimieren oder Programm beenden. Das Bewegen an den unteren Rand des Bildschirms öffnet die Taskbar für das schnellere Starten von oder den Wechsel zu anderen Apps und Anwendungen.
Schneller ZugriffNach dem Start von Windows 8.1 Update befindet man sich entweder auf dem Startbildschirm oder auf dem bekannten Desktop – die Wahl hat der Anwender seinen Vorlieben entsprechend. Mit Update ist es nun auch möglich, neben den Desktop-Anwendungen und Lieblings-Webseiten auch Anwendungen aus dem Windows Store in der Taskbar zu verankern. Dadurch haben die Nutzer einen schnelleren Zugriff auf alle Anwendungen und Webseiten, die für sie wichtig sind.
Lieblings-AppsDer Windows Store ist nach dem Update fest mit der Taskbar verbunden, so dass er ab sofort mit nur einen Klick geöffnet werden kann. Mit der verbesserten Suche von Bing („Bing Smart Search”) sind Anwendungen aus dem Store einfacher zu finden: Sobald der Nutzer mit der Eingabe einer Suche beginnt, schlägt die Autovervollständigung passende Anwendungen vor. In den Suchergebnissen werden Apps zudem prominenter dargestellt als bisher.
SystemvoraussetzungenMicrosoft hat die Systemanforderungen für Windows 8.1 Update gesenkt. So läuft das System auf Rechnern mit nur 1 GB Arbeits- und 16 GB Festplattenspeicher. Nachgerüstet hat der IT-Riese jedoch auch auf der anderen Seite: So unterstützt Betriebssystem nun auch die schnellen 64-Bit Bay Trail-Prozessoren von Intel.
SystemübergreifendMit den zeitgleichen Updates für Windows 8.1 und das neue Windows Phone 8.1 wird die Nutzung nun noch einheitlicher. So lassen sich mit demselben Microsoft-Konto verknüpfte Windows- und Windows Phone-Geräte nun automatisch synchronisieren. Bei Änderung der Designfarbe auf dem Windows Phone übernimmt der Windows-Rechner diese Farbwahl. Darüber hinaus können Einstellungen auf unterschiedlichen Geräten, wie zum Beispiel das WLAN-Passwort, geräteübergreifend abgeglichen werden. Favoriten und offene Tabs im Internet Explorer werden mit dem IE 11 für Windows Phone fortlaufend synchronisiert.