Einem Film sei Dank: Der Streifen über die italienische Mafia half mit, einen in Italien gesuchten Schwerverbrecher zu finden.
Matteo Garrone kann wohl stolz auf sich sein: Dank seinem, von den Kritikern hochelobten Gangster-Drama "Gomorra" - Reise in das Reich der Camorra (italienische Mafia), gelang es in Italien jetzt einen von der Polizei gesuchten Mafiosi hinter Gitter zu bringen. Der Film wurde bei dem Filmfestival Cannes umjubelt. Wehrmutstropfen: Autor Saviano musste aus Angst vor der Mafia Polizeischutz erhalten.
Hintergrund
Roberto Saviano, Autor des Film, entschloss sich
eigens zur Recherche in den italienischen Untergrund einzuschleusen.
Schließlich fand er so wertvolle Insider-Geschichten für das Buch und den
Film. Als Regisseur Garrone zum Casting für den Streifen lud, entschloss
sich der Gesuchte mitzumachen. Prompt wurde er auch ausgewählt und war in
dem Film als kaltblütiger Mörder Giovanni Venosa zu sehen. Genau jener
gesuchte Kriminelle aber wurde schließlich während einer Filmvorführung von
den Gefängnisinsassen erkannt - und schließlich von der Polizei ziemlich
rasch gefasst. Seine spezielle Filmleidenschaft wurde ihm also zum
Verhängnis.
Dankbare Polizei
Die italienische Polizei teilte den Medien mit,
dass sie den wegen Beteiligung am organisierten Verbrechen gesuchten
Schauspieler ohne Probleme aufindig machen konten. Mittlerweile sitzt der
gesuchte Kriminelle in Modena in Haft. Genaue Angaben darüber, welche
Strafen ihm zu Lasten gelegt werden, machte die Polizei nicht. Der Film wird
im Herbst im Kino erscheinen.