Oper

Shicoff feiert Comeback an der Staatsoper

Teilen

Startenor Neil Shicoff singt heute an der Staatsoper Verdis „Maskenball“.

Seit unglaublichen 35 Jahren thront der Amerikaner Neil Shicoff, ein besonderes Exemplar der Gattung Startenor, auf dem Olymp der Opernwelt.

Zu seinen Glanzrollen zählen die kaputten Antihelden, Gegenbilder des Heldentenors, in denen er seine eigenen Abgründe ausleben kann. Als jüdischer Goldschmied Eléazar in La juive, als fanatischer Spieler Hermann in Pique Dame, als Brittens gewalttätiger Seemann Peter Grimes oder als sexualneurotischer Captain Vere in Billy Budd – alles Rollen, die er in Wien kreiert hatte – hat er Operngeschichte geschrieben.

Zuletzt war Shicoff an der Wiener Staatsoper im Februar 2011 in Billy Budd zu erleben; ab heute feiert der charismatische Belcantist als schwedischer König Gustav III. in Verdis Un ballo in maschera sein Wien-Comeback. „Der Ballo ist immer eine große Herausforderung“, sagt er in ­ÖSTERREICH. „Ich freue mich sehr, dass ich wieder in Wien singe.“

Kammersänger und Ehrenmitglied
Fast wundert man sich, dass der Ausnahmekünstler, der auch Kammersänger und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ist, in Österreich noch auftritt – war ihm doch vom kunstsinnigen Kanzler Gusenbauer der Posten des Staatsoperndirektors fix zugesagt und im letzten Moment wieder abgesagt worden.

Lesen Sie auch

Shicoff tritt wieder in seiner Glanzrolle auf
Shicoff lächelt: „Das ist Vergangenheit, und ich habe jetzt einen sehr guten Kontakt zu Dominique Meyer. Wir sprechen über viele interessante Rollen.“ In den nächsten Spielzeiten wird Shicoff an der Staatsoper den Cavaradossi in Tosca singen und als Canio in I pagliacci debütieren. Und er wird den Eléazar in La juive wiederaufnehmen.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012

Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012

Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten