Star-Besuch

Onos späte "Heimkehr" nach Österreich

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Kunst-Ikone, Filmemacherin und Komponistin kommt nach Wien und Krems.

Kunst. 1969 stieg Yoko Ono mit ihrem Ehemann John Lennon zum legendären „Bed-In“ im Hotel Sacher ab. Am Donnerstag kehrt sie nach Wien zurück: Im Gartenbaukino erhält die berühmte Künstlerin, Filmemacherin und Komponistin den Kokoschka-Preis . Tags darauf zeigt sie in der Kunsthalle Krems eine Performance. Österreichs Kunst-Primadonna VALIE EXPORT (vertreten von der Wiener Top-Galerie Miryam Charim) hält die Laudatio auf Yoko Ono.

ÖSTERREICH: Was verbindet Sie mit Yoko Ono?
VALIE EXPORT: Unsere Wege haben sich immer wieder gekreuzt. Die erste Ausstellung, die ich von ihr gesehen habe, war 1967 in London. Da hat sie lauter halbe Gebrauchsgegenstände ausgestellt, und man stellte sich naturgemäß die

ÖSTERREICH: Was schätzen Sie an Yoko Ono?
VALIE EXPORT: Ihre Arbeit, ihre Leistung, ihre Person, ihren Mut. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man als innovative Künstlerin vor allem auf Widerstände, Ablehnung und Desavouierung stößt. Man wird runtergemacht. Man führt einen „Non-Existence“, bekommt keine Ausstellungsmöglichkeiten und keine Kritiken. Deshalb braucht man großen Mut.

ÖSTERREICH: Sie selbst sind eine der wenigen österreichischen Kunstschaffenden, die international vehement gefragt sind. Wie haben Sie das erreicht?
VALIE EXPORT: Ich habe schon in den 60er- und 70er-Jahren viele meiner Performances in den USA gezeigt, weil es in Österreich keine Möglichkeit dazu gab … Erst unlängst hat das New Yorker Museum of Modern Art zwei große Werkblöcke von mit erworben.

ÖSTERREICH: Haben Sie die Musik von John Lennon geschätzt?
VALIE EXPORT: Natürlich waren wir alle Beatles-Fans. Aber auch die Platten von Yoko Ono haben mich ein Leben lang begleitet.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012

Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

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