Stargast gesucht

Wer will noch zum Opernball?

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Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh bemüht sich um höchstes Niveau.

Karl Lagerfeld hat Stil und ist ein Mann von Welt, keine Frage. Und er ist bekannt für seine zynischen Aussagen: "Opernball? Nein, danke“, war das Erste, das dem Modezar zu diesem Thema über die Lippen huschte. Der Anlass: Kurz vor Weihnachten hatte MADONNA-Chefin Uschi Fellner Monsieur Lagerfeld nämlich bei einer Charity-Gala in Passau getroffen und den Modemacher bei dieser Gelegenheit zum Ball der Bälle eingeladen. Nur Lagerfeld kann auf das Staatsgewalze, das die Wiener Ballsaison krönt, offensichtlich locker verzichten. "Ist das dieser Ball, zu dem die Leute eingekauft werden? Dafür habe ich wirklich keine Zeit! Ansonsten stehe ich gerne zur Verfügung, aber das ist mir doch zu... nein, also vielen Dank für die Einladung, dafür fehlt mir leider wirklich die Zeit!“ Bumm, das saß. Nun sind Lagerfeld-Kommentare natürlich nicht das Maß aller Dinge, aber die Ballorganisatoren könnte sein Bonmot dennoch kränken, wenn einer wie Lagerfeld, der sogar in der bayrischen Provinz antanzt, den Opernball derart gemein kritisiert.

Nobel dank Desi
Und das in Zeiten, in denen die Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh wirklich alles daran setzt, dem Staatsball wieder ein glanzvolles Gesicht zu verpassen. Schließlich ist die Magazin-Herausgeberin und dreifache Mutter bestens vernetzt – in der Wirtschaftselite, in Kultur- und Adelskreisen.

Desirée Treichl-Stürgkh am Opernball

Insidern zufolge hatte Desi nämlich im vergangenen Jahr Stephanie zu Guttenberg an der Angel, mit der sie persönlich bekannt ist. Dem Vernehmen nach sogar auch Frankreichs Präsidentengattin Carla Bruni. Doch weil ein Walzer-Auftritt in Zeiten der Finanzkrise schnell zum Politikum mutieren kann, scheiterte leider so manches Star-Gastspiel. Freilich: Die heimische Wirtschaftsprominenz ist da Gott sei Dank nicht so zimperlich... "Es ist nicht wie 2009, als etliche Wirtschaftstreibende fernblieben. Für den heurigen Ball haben wir aber keine Absagen aus wirtschaftlichen Gründen. Wir sind mit den Buchungen sehr zufrieden", sagt Treichl-Stürgkh.

Nur einer nervt wie jedes Jahr: Baumeister Richard Lugner , der dem Image des Balls mit seinen halbseidenen Sternchen nicht gerade zuträglich ist. Vor allem mit Berlusconis Bunga-Bunga-Girl Ruby Rubacuori schadete Lugner dem Ball extrem. Doch leider hat Treichl-Stürgkh keinen Einfluss darauf, wer eine Loge oder Eintrittskarten kauft. Entsprechend großes Rätselraten herrscht natürlich darüber, welchen "Star“ Mörtel wohl heuer über die Feststiege zerrt. Hoch im Kurs ist Hollywood-Beauty Olivia Wilde, mit der der Baumeister angeblich schon einen Vertrag in der Tasche hat. Sollte Wilde aber wieder absagen, könnte Lugner auf Trash-Prinzessin Gina-Lisa Lohfink zurückgreifen. "Ich will unbedingt zum Ball“, lud sich die Silikon-Sirene gleich selbst bei Lugners "Manager“ Helmut Werner ein. Fix wieder kommen will übrigens auch Ex-Dallas-Fiesling Larry Hagman.

Doch Lugner bekommt Konkurrenz: durch Szene-Figaro Erich Joham, der mit dem TV-Schwergewicht Ottfried Fischer antanzen will. Immerhin ein Gast, der etwas geleistet hat und mit dem Desi Treichl-Stürgkh somit sicher gut leben kann.

Die schönsten Bälle im Experten-Check sowie ein Interview mit Ballveranstalterin Desirée Treichl-Stürgkh finden Sie ab sofort in der neuen Ausgabe von Madonna SOCIETY.

Hier geht es zum Ballkalender 2012.

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Desirée Treichl-Stürgkh am Opernball

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