Entscheid

Donaubrücken-Stopp wegen Fledermäusen und Spechten

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Bundesverwaltungsgericht erteilte Verbesserungsauftrag im Bereich Naturschutz - Neue Brücke voraussichtlich nicht vor Sperre der alten fertig.

Ein Baubeginn für die neue Donaubrücke Mauthausen ist zeitlich wieder nach hinten gerutscht. Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) hat nach zweitägiger Verhandlung am Dienstag einen Verbesserungsauftrag im Bereich Naturschutz erteilt. Nachdem erst im Herbst weiterverhandelt werde, rechnen Nieder- und Oberösterreich damit, dass ihr Gemeinschaftsprojekt nicht rechtzeitig vor der Sperre der alten Brücke fertig werde.  Konkret geht es um folgende Umweltmaßnahmmen:

  • die Neukartierung des Mittelspechts
  • die Quantifizierung von Baumhöhlen- und Spaltenquartieren für Fledermäuse
  • die Erhebung der Fledermausflugrouten  

OÖ und NÖ erteilten beide schon positive UVP-Bescheide

19 Monate nach Einreichen der Umweltverträglichkeitsprüfung gab es für das Infrastrukturprojekt im Februar 2024 von beiden Ländern einen positiven UVP-Bescheid. Darauf gingen beim BVwG mehrere Einsprüche ein, die seitdem behandelt werden. Der nun erteilte Verbesserungsauftrag muss bis Ende Juni erfüllt werden, das Verfahren vor dem BVwG könne "frühestens im Herbst fortgeführt werden", hieß es in einer gemeinsamen Presseaussendung der Länder.

Bestehend Brücke bekommt einen Tragwerkstausch

Nieder- und Oberösterreich gehen nun davon aus, dass die Fertigstellung der neuen Donauquerung zu spät erfolge, die technische Lebensdauer der aktuellen Brücke wird mit 2028 angegeben. Dies bedeute, dass ein "Tragwerkstausch der Bestandsbrücke vorab nötig" werde, "um eine dauerhafte Querungsmöglichkeit zur Verfügung stellen zu können", hieß es in der Aussendung weiter. "Zwangsläufig" würde daher nun mit den Vorbereitungen begonnen.

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