Das in Graz entdeckte verrostete Metallgebilde ist keine Fliegerbombe, sondern harmlos.
In Graz entpuppte sich am Montag in der Früh eine vermeintliche Fliegerbombe, die bei Grabungsarbeiten in Graz entdeckt worden war, als verrosteter Wasserschieberdeckel: Die Polizei, die bereits Evakuierungsmaßnahmen in die Wege geleitet hatte, gab am Vormittag Entwarnung.
Der vermeintliche Sprengstoffkörper wurde Montagfrüh bei Grabungsarbeiten im Grazer Bezirk Lend bemerkt. Nachdem die Umgebung im Bereich der Kreuzung Eggenbergerstraße - Asperngasse großräumig abgesperrt worden war, gab die Polizei gegen 9.35 Uhr Entwarnung. Es handle sich lediglich um einen verrosteten Wasserschieberdeckel.
Ziel von Angriffen
Erst im Juni vergangenen Jahres hatte der Fund
einer alten Fliegerbombe in der Nähe des Grazer Hauptbahnhofs eine
großräumige Evakuierung notwendig gemacht. Ein Gymnasium und neun Hochhäuser
waren aus Sicherheitsgründen geräumt worden. Die amerikanische
250-Kilogramm-Fliegerbombe war bei Bauarbeiten auf dem Gelände des
Motorenentwicklers AVL-List im Bezirk Lend gefunden worden.
Das Gelände des Grazer Hauptbahnhofs war in den Jahren 1944 und 1945 des Zweiten Weltkrieges zusammen mit dem Graz-Köflacher Bahnhof und dem Frachtenbahnhof Ziele der Bomber der 15. US-Luftflotte, die von Süditalien aus operierte. Die Bahnanlagen und die umliegenden Industriebetriebe wurden damals 24 Mal angegriffen.