2. und 20. Bezirk

Streit um Mistplatz eskaliert: Sperrmüll-Berge auf der Straße

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Weil sowohl in der Leopoldstadt als auch in der Brigittenau seit vier Jahren ein Mistplatz fehlt, landet mehr und mehr Müll auf den Straßen. Die Anrainer sind empört, die MA48 wartet mit einer unbeliebten Lösung auf. 

Seit der Schließung des Mistplatzes in der Dresdner Straße während der Corona-Pandemie wird den Bewohnern im 2. und 20. Bezirk kein adäquater Ersatz angeboten. Anwohner berichten von wachsenden Müllbergen auf den Straßen, besonders an der Engerthstraße sammeln sich Sperrmüllhaufen rund um Matratzen und Waschmaschinen. "Wir haben rundherum nirgends etwas, wo man was hinbringen kann, wenn man kein Fahrzeug hat oder irgendetwas, ist das überhaupt schwierig", zeigte sich ein Betroffener im ORF empört. 

Leopoldstadt Müll
© Bezirksvorstehung Leopoldstadt
× Leopoldstadt Müll

Zwar wurde im Sommer 2023 eine Petition ("Wir wollen unseren Mistplatz wieder") mit über 550 gesammelten Unterschriften eingereicht, allerdings ohne Erfolg - noch. "Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren hier Klarheit herrschen wird und dass wir dann mit der Umsetzung für einen Mistplatz umgehen können", kommentierte Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) die Causa. 

Auto
© Instagram/sa_ed_inthehood

Dabei gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Standort als äußerst schwierig. So wurde ein neu geplanter Mistplatz beim Nordbahnhof aufgrund von Bürgerprotesten abgelehnt. Während sich die MA 48 diesen wünscht, wollen sich die Anwohner lieber den alten Platz in der Dresdner zurück – dieser sei laut Magistrat jedoch zu klein und infrastrukturell nicht mehr geeignet. Eine Lösung scheint somit in weiter Ferne

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