ÖSTERREICH-Exklusiv-Story sorgt für Riesen-Wirbel

Vassilakou-Studium empört die Opposition

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Die ÖSTERREICH-Exklusiv-Story lässt in der Wiener Stadtpoltiik Wogen hochgehen.

Wien/London. Die ÖSTERREICH-Exklusiv-Geschichte über das Studium der grünen Vize-Bürgermeisterin Maria Vassilakou sorgt für Riesen-Wirbel in der Stadtpolitik. Seit Vassilakou ihren schrittweisen Rückzug aus der Politik angekündigt hat, geht es die Noch-Nr.-1 der Wiener Grünen gemächlich an: Sie konzentriert sich auf die Finalisierung ihres Masterstudiums an der weltweit renommierten London School of Economics mit Schwerpunkt Städtemanagement. „Sie ist mit den Vorlesungen fertig. Die Einreichung der Diplomarbeit ist für Februar 2019 geplant“, heißt es dazu aus ihrem Vassilakous Büro gegenüber ÖSTERREICH.

17.000 Euro Gage bis zur Beendigung des Studiums

Wie passend: Der Rückzug Vassilakous aus dem mit knapp 17.000 Euro monatlich wohl dotierten Job als Vizebürgermeisterin ist genau für den Zeitpunkt der Festlegung des nächsten Wiener Budgets im Spät-Frühjahr 2019 geplant.

Bis dahin braucht Vassilakou das Geld durchaus: Der Executive Master in Cities kostet 38.000 Euro Studiengebühr pro Jahr, der normale Master in Urban Policies 16.600 Euro pro Jahr – oder eine „Partner Fee“ für entsendende Organisationen. „Maria Vassilakou hat ihr Studium vollständig selbst finanziert“, dementiert ihr Büro freilich vorab etwaige peinliche Nachfragen.

Sitzungen geschwänzt. Die Opposition in Wien schäumt: „Vassilakou hat ihren Kopf nur mehr beim Studium. Sie hat drei von vier der letzten Sitzungen von Gemeinderat beziehungsweise Landtag versäumt und auch eine der zwei Stadtsenatssitzungen seit Ankündigung ihres Rücktritts“, ärgert sich FPÖ-Wien-Chef Johann Gudenus. ÖVP-Klubchefin Elisabeth Olischar ist extrem aufgebracht: „Ihre Fehlzeiten bei wichtigen Sitzungen sind sehr bedauerlich und vor allem ärgerlich.“

Wichtige Akten blieben unbearbeitet liegen

Und es bleibe die politische Arbeit liegen: „Wegen Vassilakous häufiger Abwesenheit, die extrem spät angekündigt wird, sind mehrere Anfragen zu wichtigen Themen unbearbeitet geblieben.“ 

Josef Galley
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