Blau-Schwarz

FPÖ-Kickl für "rasche Neuwahlen"

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Blau-Schwarz ist gescheitert. FPÖ-Chef Herbert Kickl legt den Regierungsbildungsauftrag zurück. Bundespräsident Alexander Van der Bellen kündigte an, erneut Gespräche mit den Parteispitzen führen zu wollen, um die Optionen auszuloten. 

FPÖ-Obmann Herbert Kickl hat am Nachmittag in der Hofburg den Auftrag zur Regierungsbildung zurückgelegt, wie er in einer Aussendung mitteilte. Dem vorausgegangen war ein letztes persönliches Treffen mit VP-Obmann Christian Stocker. Kickl machte die ÖVP für das Scheitern verantwortlich, sei man dieser doch in vielen Punkten entgegengekommen. Die Volkspartei sah einen "Machtrausch" des FPÖ-Chefs.

Das Scheitern hatte sich spätestens seit Wochenbeginn abgezeichnet. Letzte Versuche, bei der Ressortverteilung zu einer Einigung zu kommen, waren seit heute früh medial ausgetragen worden, was die Chancen auf eine Verständigung nicht unbedingt erhöhte.

 

Das Scheitern hatte sich spätestens seit Wochenbeginn abgezeichnet. Letzte Versuche, bei der Ressortverteilung zu einer Einigung zu kommen, waren seit heute früh medial ausgetragen worden, was die Chancen auf eine Verständigung nicht unbedingt erhöhte.

Nach einem Telefonat der beiden Parteichefs gab es zu Mittag dann auf Vermittlung des Bundespräsidenten noch ein persönliches Treffen. Doch auch dieses dauerte weniger als eine Stunde und brachte keinen Durchbruch mehr. 

Kickl will nicht mit SPÖ 

Kickl fuhr daraufhin in die Hofburg und übergab dem Bundespräsidenten "nicht ohne Bedauern" ein Schreiben, in dem er begründete, warum er den Auftrag zur Regierungsbildung zurücklegt, wiewohl rechnerisch auch eine Koalition mit der SPÖ möglich wäre. Die Vorgespräche mit SP-Chef Andreas Babler hätten gezeigt, dass nicht nur die Positionen in entscheidenden Punkten weit auseinander lägen, sondern die SPÖ auch grundsätzlich eine ablehnende Position zu jedweder Zusammenarbeit mit der FPÖ einnehme.

Der FPÖ-Chef betonte, dass man mit der ÖVP das Gespräch gesucht habe mit der Absicht, nach einem straffen Zeitplan schnell zu einer leistungsfähigen Bundesregierung zu kommen. Gemeinsam habe man Österreich zurück an die Spitze Europas führen wollen - "wirtschaftlich stark, sozial verantwortungsbewusst und mit einer Migrationspolitik, die die Interessen unseres Landes und seiner Menschen schützt".

Ehe jedoch die noch die strittigen Punkte auf Chefverhandler-Ebene geklärt werden konnten, habe die ÖVP darauf bestanden die Ressortverteilung zu klären. Am 4. Februar hätten die Freiheitlichen einen entsprechenden Entwurf vorgelegt: "Obwohl wir in den darauffolgenden Gesprächen der ÖVP in vielen Punkten entgegengekommen sind, waren die Verhandlungen zu unserem Bedauern letztlich nicht von Erfolg gekrönt."

Näher will sich Kickl um 20.15 Uhr in einem Pressestatement äußern. Schon davor rückte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker zu einem Angriff auf die ÖVP aus. Dieser sei es zuletzt nur um "Machtfragen" und Posten gegangen, hieß es bei einer Pressekonferenz. Sie habe sämtliche zentrale Sicherheitsbereiche besetzen wollen. Nun müsse es schleunigst zu Neuwahlen kommen, betonte er. Keinesfalls dürfe nun ein "chaotisches Verliererbündnis" aus ÖVP, SPÖ, NEOS oder Grünen die Regierungsverantwortung bekommen.
 

 

 

  

ÖVP sieht Machtrausch Kickls 

Völlig anders sieht die Sache die ÖVP. Bundesparteiobmann Christian Stocker warf Kickl vor, nicht aus der Rolle als Oppositionspolitiker in jene eines Regierungspolitikers gewechselt zu sein. Die ÖVP habe die Verhandlungen ehrlich und konstruktiv geführt und sei in vielen Bereichen über ihren eigenen Schatten gesprungen, betonte Stocker bei einer Pressekonferenz in der Bundesparteizentrale. Jedoch habe sich im Verlauf der Verhandlungen gezeigt, dass keine Einigung mit der FPÖ über die von der ÖVP vor Beginn der Verhandlungen festgelegten Grundlinien zu finden war.

Es sei zudem nicht infrage gekommen, "die Sicherheit des Landes auf Spiel zu setzen", sagte er in Bezug auf die Forderung der FPÖ nach dem Innenministerium. Über seine Präferenz, wie es nun weitergehen soll, wollte sich Stocker nicht äußern. Nun sei der Bundespräsident am Wort, aber die ÖVP sei auch weiterhin bereit, Verantwortung zu tragen. Einen Rücktritt als Bundesparteichef nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen schloss Stocker aus. "Diese Frage stellt sich für mich und uns in dieser Situation nicht", schließlich habe nicht die ÖVP den Auftrag zur Regierungsbildung gehabt, sondern die FPÖ, daher sei das Scheitern auch nicht die Verantwortlichkeit der Volkspartei. Für den Abend ist ein Bundesparteivorstand der ÖVP geplant.

Zuvor war bereit ÖVP-Generalsekretär Alexander Pröll mit einer Aussendung ausgerückt und hatte erklärt, die Regierungsbildung sei "am Machtrausch und der Kompromisslosigkeit von Herbert Kickl gescheitert". Kickl selbst habe sich in die Regierungsverhandlungen kaum eingebracht: "In fünf Wochen saß Kickl insgesamt sieben Stunden am Verhandlungstisch." Kompromisse und eine Partnerschaft auf Augenhöhe einzugehen, sei er nicht bereit gewesen. Kickl habe seinen Regierungsbildungsauftrag nicht erfüllt und damit die Chance für eine Mitte-rechts-Regierung vergeben. Es bleibe die Frage, ob sich Kickl der Verantwortung überhaupt je stellen habe wollen, schreibt Pröll.

Geplant ist heute noch eine Stellungnahme des Bundespräsidenten darüber, wie es nun weiter geht, nachdem nach dem vormaligen ÖVP-Obmann Karl Nehammer nun auch Kickl mit der Regierungsbildung gescheitert ist. Möglich wäre ein neuerlicher Versuch einer Dreier-Koalition, eine Minderheitsregierung oder eine Übergangsregierung bis zu einer Neuwahl, die noch vor dem Sommer stattfinden könnte.

+++ Alles zum zum blau-schwarzen Ende im oe24-Liveticker zum Nachlesen +++

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 23:12

VdB führt morgen Gespräche mit Parteichefs

Bundespräsident Alexander Van der Bellen führt am Donnerstag erneut Gespräche mit den Parteichefs. Nach dem Platzen der blau-schwarzen Koalitionsverhandlungen am Mittwoch hat das Staatsoberhaupt die Parteispitzen zu sich geladen, um auszuloten, wie eine künftige Regierung aussehen kann. In der Hofburg erwartet werden am Donnerstag zumindest NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger, SPÖ-Chef Andreas Babler und Grünen-Chef Werner Kogler.

 22:28

"Scheinbar gibt's in Österreich keine Regierung ohne Bankenabgabe"

Auf die Frage, ob Stocker - im Falle von neuen Verhandlungen mit der SPÖ - die "roten Linien", die bei den letzten Verhandlungen zum Scheitern führte, aufweichen würde, meinte Stocker, dass auch die FPÖ etwa eine Bankenabgabe gefordert habe. "Scheinbar gibt's in Österreich keine Regierung ohne Bankenabgabe", so der ÖVP-Chef.

 22:27

Verhandlungen mit SPÖ - aber ohne Babler?

Tirols ÖVP-Chef Anton Mattle sprach sich heute für neue Verhandlungen mit SPÖ und Neos aus - allerdings ohne dem roten Parteichef Andreas Babler als Verhandlungsführer. Stocker erklärte dazu, dass man anderen Parteien nicht vorschreiben werde, wen sie in die Verhandlungen schicken. "Man kann sich Verhandlungspartner nicht aussuchen", so Stocker.

 22:24

Stocker: Keine Parallelverhandlungen

Das Gerücht, wonach es "Parallelverhandlungen" der ÖVP mit der SPÖ gegeben habe, sei für Stocker "ein Mythos", den er ausräumen möchte. Sollte es allerdings wieder zu neuen Verhandlungen mit der SPÖ kommen, hätte das nur ein Mandat Überhang im Nationalrat. Daher brauche es - sollte dieser Fall eintreten - auch eine Einbeziehung der anderen Parteien.

 22:22

Stocker offenbar kein Fan einer Expertenregierung

Laut Stocker brauche es jetzt eine "handlungsfähige Regierung", die auch einen Gestaltungswillen habe und nicht nur "verwaltet".

 22:20

"Wir hätten's uns leicht machen können"

"Wir hätten's uns leicht machen können", so Stocker. Nach dem Platzen der Ampel-Verhandlungen habe man aber "aus Verantwortung" eine "Haltungsänderung" vorgenommen und sei in Verhandlungen mit der FPÖ gegangen.

 22:18

Stocker fühlt sich von VdB "angesprochen"

Auf die Frage, ob sich Stocker von Bundespräsident Van der Bellens Kritik, es gebe zu wenig Kompromissbereitschaft, angesprochen fühle, meinte Stocker: "Ja, natürlich fühle ich mich angesprochen". Es sei immer gut, wenn man sich selbst reflektieren würde.

 22:17

"Wir sind weite Wege gegangen"

Die ÖVP sei "weite Wege gegangen", erklärte Stocker. "Wenn es uns um Macht gegangen wäre, warum sollten wir dann das Finanzministerium abgeben", fragte Stocker.

 22:16

"Es kann nicht nur um Posten gegangen sein"

Laut Stocker könne es - entgegen dem Vorwurf von FPÖ-Chef Herbert Kickl - "nicht nur um Posten gegangen sein". Beweis sei das an die Öffentlichkeit durchgesickerte Verhandlungsprotokoll. "Da sind 223 Seiten Verhandlungsprotokoll am Tisch liegend". Da könne es gar nicht nur um Posten gegangen sein.

 22:14

Stocker betont erneut Grundsätze

"Ich habe immer gesagt, die internationalen Beziehungen, der konstruktive Partner, der wir in der EU sein wollen, das sind für uns Grundsätze", so Stocker. Auch die Rechtsstaatlichkeit oder das Abwehren von ausländischer Einflussnahme in Österreich wie etwa durch Russland seien solche Grundsätze.

 22:12

Stocker in der "ZiB2": ÖVP ist "kompromissfähig"

"Man kann der Volkspartei vieles vorwerfen - auch mir. Aber, dass wir nicht kompromissfähig sind, glaube ich nicht", so Stocker in der "ZiB2".

 21:59

Stocker heute in der "ZiB2"

Stocker wird sich heute in der "ZiB2" den Fragen von Margit Laufer stellen.

 21:14

AfD enttäuscht, deutsche Grüne und Linke erleichtert

Das Platzen der FPÖ-ÖVP-Koalitionsverhandlungen hat in Deutschland unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Während sich der Vizechef der rechtspopulistischen AfD, Peter Boehringer, in einer Stellungnahme gegenüber der APA enttäuscht zeigte und die FPÖ auf dem Weg zur absoluten Mehrheit sieht, zeigten sich die Grüne Bundestagsabgeordnete Hanna Steinmüller und ihr Kollege von der Linken, Gregor Gysi, erleichtert. Das Scheitern von Blau-Schwarz sei "sehr beruhigend", so Gysi.

 21:03

Pressekonferenz ist jetzt vorbei

Die Pressekonferenz von Herbert Kickl ist jetzt vorbei.

 21:00

Kickl ortet "mehrere ÖVPs"

Kickl bemängelte, dass es "mehrere ÖVPs", also verschiedene Flügel in der Partei, gebe und man bei den Verhandlungen nie gewusst habe, mit wem man jetzt verhandeln würde.

 20:57

Kickl würde Einladung von VdB annehmen

Ob Kickl auch bei der von Van der Bellen angekündigten Gesprächsrunde dabei sein wird, weiß der FPÖ-Chef bisher noch nicht. Sollte er aber eingeladen werden, würde er diese selbstverständlich annehmen. "Ich folge jeder Einladung des Bundespräsidenten".

 20:54

Kickl lässt Fragen zu

Kickl lässt heute Fragen zu. Auf die Frage, ob er auch einen Fehler bei den Freiheitlichen sehe, meinte er: "Niemand ist fehlerfrei", aber er erkenne zumindest "keine großen" Fehler bei den Blauen in den Verhandlungen. Es gehe aber nicht darum "mit den Finger auf andere zu zeigen".

 20:52

"Sie wollen Neuwahlen verhindern"

Laut Kickl würden die anderen Parteien jetzt versuchen, Neuwahlen zu verhindern. "Sie wollen Neuwahlen verhindern", so der FPÖ-Chef. Falls sich nun doch noch eine andere Koalition findet, könne das vielleicht eine "Zeit lang funktionieren", erklärte der FPÖ-Chef. Aber "wenn dann die Neuwahlen kommen", so Kickl, appelliere er an die Wählerinnen und Wähler: "Schaffen Sie klare Verhältnisse"

 20:50

"Ich kann unseren Wählerinnen und Wählern gut gegenübertreten"

Kickl könne den freiheitlichen Wählerinnen und Wählern "gut gegenübertreten", er könne ihnen "in die Augen sehen". Bei Corona, den ORF-Gebühren, einem selbstbewussten Kurs gegenüber Brüssel, der Sanierung des Budgets, einer restriktiven Asylpolitik, mehr direkte Demokratie und anderen Themen habe man den "Schulterschluss mit der Bevölkerung enger gemacht".

 20:44

"Ich bin der ÖVP dann noch einmal entgegengekommen"

Man habe der ÖVP im Laufe der Verhandlungen auch die EU-Agenden angeboten. "Ich bin der ÖVP dann noch einmal entgegengekommen", so Kickl, dessen Partei dann auch noch die Kunst- und Kulturagenden in den Verhandlungen abgegeben haben soll.

 20:40

Kickl: "Sehen Sie da nicht eine gewisse Schieflage?"

Kickl fragte, ob das der "adäquate" Ausdruck eines Wahlergebnisses sei. "Sehen Sie da nicht eine gewisse Schieflage?"

 20:37

Kickl: Diese Ministerien wollte die ÖVP

Laut Kickl bestand die ÖVP auf das Außen-, Innen-, Finanz-, Wirtschafts- und das Landwirtschaftsministerium. Zusätzlich, so Kickl, wollte die ÖVP auch noch die EU-Agenden aus dem Kanzleramt ins Außenamt hieven. Laut Kickl antwortete Stocker auf die Frage, warum die ÖVP all diese Ministerien wolle, mit: "Das war schon immer so". Wenig später hätte die ÖVP auch noch Anspruch auf das Verteidigungsministerium erhoben, so Kickl.

 20:34

"Der ÖVP war es ganz, ganz wichtig, zuerst die Ministeriumsfrage zu klären"

Laut Kickl sei es die ÖVP gewesen, die zuerst über die Ressorts sprechen wollte. "Der ÖVP war es ganz, ganz wichtig, zuerst die Ministeriumsfrage abschließend zu klären". Kickl sei diesem "dringenden Wunsch" nachgekommen.

 20:31

Kickl wehrt sich gegen "falsches Bild"

Vorwürfe, wonach Kickl in einem "Machtrausch" sei, wies der FPÖ-Chef zurück. Das seien "Dummheiten" und ein "falsches Bild". Man habe lediglich um "freiheitliche Positionen" gekämpft. Zudem habe man es "gewagt", das Finanz- und das Innenressort in freiheitlichen Händen sehen zu wollen. Diese Ministerien seien seit Jahrzehnten bei der ÖVP.

 20:30

"Es geht nicht darum, irgendein Amt zu haben"

Kickl erklärte: "Es geht nicht darum, irgendein Amt zu haben". Es gehe auch nicht darum, Bundeskanzler zu werden. Wenn es Kickl nur darum gegangen wäre, hätte er dazu die Gelegenheit gehabt. Dafür hätte er aber "die Wählerinnen und Wähler verraten müssen" und seine Prinzipien beiseitelegen.

 20:26

Kickl bedankt sich bei Stocker

Kickl bedankte sich bei allen Verhandlungsteams, also auch bei denen von der ÖVP. Zusätzlich bedankte er sich auch bei VP-Chef Christian Stocker. Bei den Verhandlungen habe er ihn "von einer anderen Seite" kennengelernt, so Kickl.

 20:22

Kickl für "rasche Neuwahl"

Kickl sprach sich in seinem Statement für "rasche Neuwahl" aus. Es brauche jetzt eine neue Dynamik. "Die guten Jahre", von denen die FPÖ immer im Wahlkampf gesprochen habe, könnten nur kommen, wenn sich etwas ändert, so der FPÖ-Chef.

 20:21

Kickl dankte VdB für "vertrauensvolle Gesprächsbasis"

In seinem heutigen Gespräch bedankte sich Kickl bei Van der Bellen für die "vertrauensvolle Gesprächsbasis".

 20:20

Kickl: "Ganz klare Richtschnur"

"Ich hab eine ganz, ganz klare Richtschnur für meine politische Tätigkeit", erklärte FPÖ-Chef Kickl. Und dieser Richtschnur werde er "immer treu bleiben". Das gelte auch genau dann, "wenn es nicht leicht fällt", so Kickl. Das habe er heute getan.

 20:19

Jetzt geht's los: Kickl tritt vor die Presse

FPÖ-Chef Herbert Kickl wird von den beiden Generalsekretären Michael Schnedlitz und Christian Hafenecker begleitet.

 20:11

Kickl-Statement soll sich leicht verzögern

Das Statement von FPÖ-Chef Herbert Kickl soll sich um wenige Minuten verzögern.

 20:09

Vorarlbergs Landeshauptmann Wallner nicht überrascht

Für Vorarlbergs ÖVP-Landesparteiobmann und Landeshauptmann Markus Wallner war das Scheitern der Verhandlungen seit einigen Tagen absehbar. Kickl habe es nicht geschafft, "das notwendige Vertrauen aufzubauen, um eine mehrheitsfähige Regierung zustande zu bringen" - dabei sei die ÖVP schon alleine mit der Bereitschaft, in Verhandlungen einzutreten, einen großen Schritt auf ihn zugegangen. "Jetzt müssen die weiteren Schritte besprochen werden. Als nächstes ist jedenfalls der Bundespräsident am Zug", so Wallner.

 20:05

FPÖ-Kunasek: "Bedauerlich", dass ÖVP "faires" Angebot ausgeschlagen hat

Via Facebook äußerte sich nun auch der steirische FPÖ-Landeshaputmann Mario Kunasek: "Es ist bedauerlich, dass die ÖVP das faire Angebot von Herbert Kickl ausgeschlagen hat." Die Volkspartei hätte ein Ministerium mehr erhalten als die FPÖ und jede Partei hätte jene Ressorts bekommen, wo ihre jeweiligen Kernkompetenzen liegen. Eine stabile Bundesregierung wäre jetzt dringend notwendig, schließlich stehe man vor großen Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit, Migration und Wirtschaft.


 19:52

Meinl-Reisinger morgen um 11 Uhr bei VdB

Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger wird morgen um 11 Uhr bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Hofburg erwartet.

 19:48

In knapp 25 Minuten will sich Kickl erklären

FPÖ-Chef Herbert Kickl will sich um 20.15 Uhr zum Scheitern der Verhandlungen äußern.

 19:32

Kickl: "Wir Freiheitliche wollen Österreich zurück an die Spitze Europas führen"

Via Facebook meldete sich nun erneut FPÖ-Chef Herbert Kickl zu Wort. "Wir Freiheitliche wollen Österreich zurück an die Spitze Europas führen", so der Freiheitliche. Um 20.15 Uhr will er sich noch ausführlich zum Scheitern der Verhandlugnen äußern.


 19:20

IV: Eigeninteresse und Parteitaktik vorgezogen

Scharfe Kritik an den Koalitionsverhandlern kam von der Industriellenvereinigung (IV), die ebenso auf eine entschlossene und handlungsfähige Reformregierung drängte. "Dass ein erneuter Versuch einer Regierungsbildung nun abermals an Ideologieversessenheit und sturem Beharren auf veralteten Konzepten aber auch am Unwillen zu Strukturreformen gescheitert ist, ist bedauerlich und zeigt, dass Eigeninteressen und Parteitaktik der wirtschaftlichen Zukunft des Landes vorgezogen werden", so die IV in einer Aussendung. Der Stillstand im Land koste jeden Tag Millionen und verunsichere die Bevölkerung und Unternehmen.


Auch der von Wirtschaftskammer (WKÖ) und IV finanzierte Verein oecolution beklagte, dass das erneute Scheitern der Koalitionsverhandlungen dem Standort Österreich massiv schade. Die Schuld sah oecolution dabei klar bei der FPÖ, der man "Größenwahn, demokratiefeindliche Ideen, Abschottungstendenzen und pseudowissenschaftliche Ansichten in zentralen Politikfeldern, einschließlich des Klimaschutzes" vorwarf.

 19:20

Caritas drängt auf rasche konstruktive Lösung

Eine rasche, konstruktive Lösung und Klarheit für die nächsten Schritte hat auch Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler gefordert. "Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind enorm", meinte Tödtling-Musenbichler in einer Aussendung und verwies auf Teuerung, ungleiche Bildungschancen, globale Konflikte und den Fachkräftemangel in der Pflege. Angesichts dessen brauche es "dringend politische Entscheidungen", Politik, NGOs, Zivilgesellschaft und Interessensvertretungen müssten dafür an einem Strang ziehen. "Auch im Parlament braucht es jetzt über Partei- und Ideologiegrenzen hinweg den Willen, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten", so die Caritas-Präsidentin. Eine mögliche Expertenregierung müsse mit entsprechenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet werden, um klare politische Weichenstellungen vornehmen zu können.

 19:14

Aufatmen bei IKG nach Scheitern, Appell von NGOs

Das Scheitern der blau-schwarzen Koalitionsverhandlungen hat für Aufatmen bei der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) gesorgt. "Nachdem die FPÖ gescheitert ist, ist die Zweite Republik als liberale Demokratie im Herzen Europas vorerst gerettet", meinte IKG-Präsident Oskar Deutsch am Mittwoch im Kurznachrichtendienst X und appellierte für eine zügige Regierungsbildung. Auf eine solche drängten auch NGOs und Interessensvertretungen, darunter Caritas und IV.


 19:02

Badelt warnt vor Liquiditätsproblemen

Der Präsident des Fiskalrats, Christoph Badelt, warnt vor möglichen Liquiditätsproblemen Österreichs, falls sich die Parteien im Parlament auf kein Übergangsbudget einigen. Bis zum Beschluss eines neuen Budgets gilt ein automatisches Provisorium, durch das der "alte" Haushalt jedes Monat einfach weitergeschrieben wird. Der Staat dürfe aber nicht mehr als die Hälfte jener Schulden aufnehmen, die im Vorjahr gemacht werden durften, hieß es im Ö1-"Journal um 5".

 18:44

Meinl-Reisinger betont "staatspolitische Verantwortung"

Geht es nach NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger, müsse nun "rasch eine handlungsfähige Regierung" gebildet werden, wie sie gegenüber dem ORF erklärte. Dabei müsse nun die staatspolitische Verantwortung im Vordergrund stehen und "jeder über seinen Schatten springen". Der Ball liege nun bei Van der Bellen. Jedenfalls sei nun keine Zeit mehr für Taktik, so Meinl-Reisinger.

 18:42

Van der Bellen: "Der Kompromiss ist in Verruf geraten"

Van der Bellen übte auch Kritik an den Verhandlern: "Der Kompromiss ist in Verruf geraten, es fehlt allen an Demut."

 18:39

VdB kündigt Gespräche mit Parteispitzen an

Van der Bellen kündigte an, nun Gespräche mit den Politikerinnen und Politkern zu suchen, um auszuloten, welche dieser vier genannten Optionen möglich seien.

 18:37

VdB zählt Optionen auf

Möglichkeit eins sei, dass der Nationalrat Neuwahlen beschließe.


Möglichkeit zwei sei eine Minderheitsregierung unter Duldung des Parlaments.


Möglichkeit drei sei eine Expertenregierung, die eine Zeit lang vom Nationalrat toleriert wird.


Möglichkeit vier: Es gibt doch noch eine Option, dass sich eine Mehrheit findet.

 18:36

VdB: "Verhandlungsprozess ist kein Wettkampf"

"Ein Verhandlungsprozess ist kein Wettkampf", so VdB. In einem Verhandlungsprozess gehe es nicht um Gewinner und Verlierer.

 18:30

Jetzt äußert sich Van der Bellen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärt, dass FPÖ-Chef Herbert Kickl den Regierungsauftrag zurückgelegt habe. VdBs Nachfrage, ob Kickl sich eine Zusammenarbeit mit der SPÖ vorstellen könne, habe Kickl verneint.


"Wir haben eine Bundesregierung und wir werden eine Bundesregierung haben", so Van der Bellen, der damit zu beruhigen versuchte. Die Schwierigkeit sieht Van der Bellen darin, dass es momentan "keine dominante Kraft" gebe, die einen klaren Vorsprung habe. Zudem gebe es keine wirkliche Kompromissbereitschaft, so VdB.


Es gehe darum, dass auch die "andere Meinung zählt". "Der Kompromiss in Österreich ist ein Schatz, eine Art Kulturgut, mit dem wir immer gut gefahren sind", erklärte der Bundespräsident.

 18:11

"Herbert Kickl und sein engstes Umfeld hat sich in den letzten Jahren radikalisiert"

Im oe24.TV-Interview erklärt Wiens ÖVP-Chef Karl Mahrer: "Herbert Kickl und sein engstes Umfeld hat sich in den letzten Jahren radikalisiert". Beim Start der Verhandlungen habe Mahrer noch die Hoffnung gehabt, dass Kickl sich von seiner Oppositionsrolle verabschiedet.

 18:10

Statement vom Kärntner SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser

 18:06

JVP schießt gegen Kickl

Die Junge Volkspartei zeigte sich in einer Aussendung "enttäuscht" über das Verhalten der FPÖ. „Herbert Kickl hat heute die Regierungsverhandlungen platzen lassen. Er war nicht bereit, auf Augenhöhe zu verhandeln und sich auf proeuropäische, demokratische und rechtsstaatliche Grundsätze zu verständigen. Dass Österreich noch immer ohne Regierung dasteht, ist besorgniserregend. Jetzt braucht es rasch Klarheit und stabile Verhältnisse", heißt es in der Aussendung. Kickls Taktik "Macht vor Verantwortung" sei gescheitert.

 17:59

Noch 30 Minuten bis zu VdB-Statement

In 30 Minuten will sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur aktuellen Lage äußern.

 17:39

FPÖ-Länder frustriert und enttäuscht

Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) zeigte sich frustriert und enttäuscht. "Meine Enttäuschung ist groß und als jemand, der inhaltlich viel Gutes für den ländlichen Raum verhandelt hat, ist es auch frustrierend", erklärte Svazek. In den Verhandlungen sei es immer um das Wohl Österreichs und seiner Menschen gegangen. "Die Situation tut mir aber auch deshalb leid, weil zuallererst die Bevölkerung darunter leidet und das Vertrauen in die Politik weiter sinken wird."


Enttäuscht über das Scheitern der Regierungsverhandlungen zeigte sich der burgenländische FPÖ-Klubchef Norbert Hofer, der von einer "verpassten Chance für Stabilität und wirtschaftliche Sicherheit" sprach. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen hätte es aus seiner Sicht eine stabile und entscheidungsfähige Regierung gebraucht. "Dass das nicht gelungen ist, ist nicht nur enttäuschend, sondern gefährlich für Österreichs wirtschaftliche Zukunft und sozialen Zusammenhalt", so Hofer, der die ÖVP für die geplatzten Koalitionsverhandlungen verantwortlich machte.


"Groß" war die Enttäuschung auch bei Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger. "Gleichzeitig aber auch mein Unverständnis über eine ÖVP, die die Zeichen der Zeit offenbar nicht erkannt hat und an einem 'Weiter wie bisher' festhalten möchte. Vielleicht wäre es einmal echt an der Zeit, wenn sich die ÖVP in der Opposition regenerieren könnte", erklärte Abwerzger.

 17:37

SPÖ, NEOS und Grüne offen für Gespräche

Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP liegt für SPÖ und Grüne der Ball nun bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen. SPÖ-Chef Andreas Babler ließ via X wissen, dass er Van der Bellen mitgeteilt habe, sowohl eine Expertenregierung zu unterstützen als auch für weitere Verhandlungen bereit zu stehen. Ähnlich auch Grünen-Chef Werner Kogler: Der Bundespräsident werde den nächsten Schritt "mit gewohnter Weitsicht und Umsicht setzen".


Dabei ist für Kogler einerlei, ob es Neuwahlen, eine Experten-Regierung oder neue Gespräche zwischen konstruktiven Kräften geben werde. Jedenfalls brauche es jetzt aber "Verantwortung, Vernunft, den Willen zur Zusammenarbeit und eine Portion Mut und Zuversicht". Beim Finden einer Lösung müsse man auch "über den eigenen Schatten" springen, so Kogler.

 17:30

Noch eine Stunde bis zum VdB-Statement

Van der Bellen Statement © X/vanderbellen

 17:25

SPÖ hält an Babler fest

Von einem "besonders bizarren Schauspiel" sprach SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim. "Über Tage richten sich ÖVP und FPÖ medial aus, welche Ressorts sie wollen". Ob Parteichef Babler nun "zur Seite treten" wird, wie etwa von Tirols ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle gefordert? "Das ist natürlich keine Option", so Seltenheim. Es sei "befremdlich", wenn die ÖVP der SPÖ ausrichte, "was wir zu tun haben".

 17:22

Kickl will nicht mit der SPÖ

FPÖ-Chef Herbert Kickl übergab Bundespräsident Van der Bellen am Mittwoch "nicht ohne Bedauern" ein Schreiben, in dem er begründete, warum er den Auftrag zur Regierungsbildung zurücklegt, wiewohl rechnerisch auch eine Koalition mit der SPÖ möglich wäre. Die Vorgespräche mit SP-Chef Andreas Babler hätten gezeigt, dass nicht nur die Positionen in entscheidenden Punkten weit auseinander lägen, sondern die SPÖ auch grundsätzlich eine ablehnende Position zu jedweder Zusammenarbeit mit der FPÖ einnehme.


Der FPÖ-Chef betonte, dass man mit der ÖVP das Gespräch gesucht habe mit der Absicht, nach einem straffen Zeitplan schnell zu einer leistungsfähigen Bundesregierung zu kommen. Ehe jedoch die noch die strittigen Punkte auf Chefverhandler-Ebene geklärt werden konnten, habe die ÖVP darauf bestanden die Ressortverteilung zu klären. Am 4. Februar hätten die Freiheitlichen einen entsprechenden Entwurf vorgelegt: "Obwohl wir in den darauffolgenden Gesprächen der ÖVP in vielen Punkten entgegengekommen sind, waren die Verhandlungen zu unserem Bedauern letztlich nicht von Erfolg gekrönt."

 17:20

Stocker legt auf Facebook nach: "Wir bleiben unseren Grundsätzen treu"

 17:16

Auch SPÖ-Lercher für Expertenregierung

Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher äußerte sich ähnlich wie Burgenlands SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Statt weiterer Verhandlungen will er lieber die politische Arbeit im Parlament im freien Spiel der Kräfte gestärkt wissen. "Alle Parteien sind jetzt gefordert, gemeinsam im Interesse der Bevölkerung Lösungen für die Probleme zu erarbeiten, abzustimmen und mit breiter Unterstützung auf den Weg zu bringen", so Lercher.

 17:07

ÖVP-Landeschef Thomas Stelzer: "Es ist an Herbert Kickl gescheitert"

Oberösterreichs VP-Chef und Landeshauptmann Thomas Stelzer zeigte sich im ORF-Interview enttäuscht vom Scheitern der Verhandlungen, da die ÖVP um eine Lösung bemüht war. "Es ist an Herbert Kickl gescheitert", so Stelzer.

 17:05

Ottakringer Brauerei wirbt mit blau-schwarzem Scheitern

Ottakringer Brauerei © Facebook

 17:01

Ludwig: "Vernünftige Kräfte" müssen zueinander finden

Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig äußerte sich nun: "Herbert Kickl ist gescheitert. Wir haben in den letzten Tagen ein beschämendes Beispiel erlebt, wo es nur noch um Posten und Funktionen gegangen ist." Jetzt sei es notwendig, dass "die vernünftigen, politischen Kräfte der Mitte zueinander finden und Gespräche führen, wie es mit der 2. Republik weitergeht."


 16:57

ÖVP-Korosec: „Mit Herbert Kickl ist kein Staat zu machen“

„Die ÖVP hat bis zuletzt versucht, ein Arbeitsprogramm zu erarbeiten, weil das Land dringend eine handlungsfähige Regierung braucht“, so Ingrid Korosec, Präsidentin der ÖVP Senioren. „Mit Herbert Kickl ist aber kein Staat zu machen. Er ist zu Kompromissen nicht bereit.“

 16:55

Hafenecker legt gegen ÖVP nach: ÖVP steht für "Machtspielchen und Postenschacherei"

Via Aussendung hat FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker noch einmal nachgelegt: „Die FPÖ steht für Sicherheit, Wohlstand und Ehrlichkeit, die ÖVP für Machtspielchen und Postenschacherei!“

 16:46

Grünen-Chef Kogler: "Wir unterstützen alles was konstruktiv nach vorne geht"

Auch Grünen-Chef Werner Kogler trat nun kurz vor die Presse: "Wir unterstützen alles was konstruktiv nach vorne geht". Aber: Er möchte Bundespräsident Alexander Van der Bellen nicht vorgreifen. Sofern es aber keine Neuwahlen geben solle, "braucht's im Nationalrat Mehrheiten". Demnach müssten sich "ÖVP und SPÖ auch finden. Es geht nicht ohne die beiden. Das muss man auch zur Kenntnis nehmen", so Kogler.

 16:43

Keine Fragen bei FPÖ-Pressekonferenz erlaubt

Bei der FPÖ-Pressekonferenz mit Generalsekretär Christian Hafenecker waren keine Fragen zugelassen.


Christian Hafenecker © APA/HELMUT FOHRINGER

 16:39

Kickl will sich um 20.15 Uhr äußern

FPÖ-Chef Herbert Kickl will sich um 20.15 - also zur TV-Primetime - äußern. Das kündigte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker in einer Pressekonferenz an.

 16:36

FPÖ für "rasche Neuwahlen"

Die FPÖ sei nun für "rasche Neuwahlen", damit die Wählerinnen und Wähler entscheiden könnte, so FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker. Um 20.15 Uhr will sich FPÖ-Chef Herbert Kickl auch noch äußern.

 16:32

Jetzt spricht FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker

Die FPÖ sei mit "klaren Positionen" in die Verhandlungen gegangen, erklärte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker in seiner Stellungnahme. Die ÖVP habe sich "trotz guter und fairer Angebote" nicht bewegt, so Hafenecker. "Das Spiel ist Österreich nicht mehr länger zumutbar".


Die ÖVP habe am 29.1 in einem Treffen der Steuerungsgruppe erstmals die Besetzung der Ministerien ins Spiel gebracht. "Um die Verhandlungen nicht zu gefährden", sei man der ÖVP hier entgegengekommen, obwohl man die Postenbesetzungen erst am Ende diskutieren hätte wollen.


"Die FPÖ kann keine Scheinverhandlungen mehr mitmachen", so Hafenecker. Die ÖVP sei bei ihrer "Blockadehaltung" geblieben, weswegen Herbert Kickl den Regierungsauftrag heute zurückgegeben habe.

Jetzt brauche es "rasche Neuwahlen", so Hafenecker.

 16:30

Doskozil für Expertenregierung

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) kritisierte ÖVP und FPÖ scharf: "Das Ausmaß an Verantwortungslosigkeit und fehlender Kompromissbereitschaft, mit dem beide Seiten diese Verhandlungen geführt haben, ist erschreckend", meinte er in einer schriftlichen Stellungnahme. "Österreich hat in Zeiten schwerer Krisen Besseres verdient."

 16:30

Mahrer nimmt Angebote von SPÖ und Neos "ernst"

Nun sei der Bundespräsident am Wort, wie es weiter gehe, betonte Wiens VP-Chef Karl Mahrer im Rahmen eines kurzen Medienauftritts vor der Parteizentrale. Die Angebote der SPÖ und der NEOS zu einer Wiederaufnahme der Gespräche seien "durchaus ernst zu nehmen", so Mahrer: "Ich glaube, es ist jetzt alles wichtig, was dazu beiträgt, dass wir rasch eine verantwortungsvolle und stabile Bundesregierung bekommen." Die Verhandlungen mit der SPÖ und den NEOS seien durchaus erfolgversprechend gewesen, berichtete der Wiener ÖVP-Chef.


Gescheitert seien sie, weil SPÖ-Chef Babler Vorstellungen auf den Tisch gelegt habe, die nicht akzeptabel gewesen seien. Er hoffe nun auf Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), dass er das SPÖ-Verhandlungsteam inhaltlich und personell so aufstelle, dass ein erfolgreicher Verlauf möglich sei, hielt Mahrer fest.

 16:22

Stocker-Statement vorbei - jetzt warten auf Hafenecker

Das Statement von ÖVP-Chef Christian Stocker in der Parteizentrale der VP ist jetzt vorbei. Um 16.30 Uhr soll dann FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker im blauen Medienzentrum vor die Presse treten.

 16:18

"Man braucht einen Partner, der kompromissfähig ist"

"Man braucht einen Partner, der kompromissfähig ist, der auf Augenhöhe verhandelt", so ÖVP-Chef Christian Stocker.


Christian Stocker © APA/GEORG HOCHMUTH

 16:14

ÖVP-Stocker: "Jetzt ist der Bundespräsident am Wort"

"Jetzt ist der Bundespräsident am Wort", so Stocker. Die ÖVP sei aber grundsätzlich bereit, "Verantwortung zu übernehmen".

 16:13

"Warnungen aus dem In- und Ausland"

Stocker erklärte in seiner Stellungnahme, dass es "zahlreiche Warnungen aus dem In- und dem Ausland" gegeben habe, wonach man von internationalen Nachrichtendiensten abgeschnitten würde, wenn die FPÖ die Kontrolle über die DSN hätte. "Die mitte-rechts Regierung ist an Herbert Kickl gescheitert", so Stocker.

 16:06

Jetzt spricht ÖVP-Chef Christian Stocker

In seinem Statement skizzierte ÖVP-Chef Christian Stocker erneut, was seit der Nationalratswahl alles passiert sei. Nach dem Scheitern der Ampel-Verhandlungen habe man eine "Änderung vorgenommen, die sehr schwierig war". Man habe sich den Verhandlungen mit der FPÖ nicht verschlossen, obwohl man Kickls "Einladung durchaus als unfreundlich empfunden habe". Die Verhandlungen mit den Freiheitlichen seien von der Volkspartei "ehrlich und engagiert" geführt worden.


Man sei bereit gewesen "einen Kanzler Herbert Kickl zu akzeptieren". In vielen Bereichen sei man auch über den "eigenen Schatten gesprungen". Aber, so Stocker, auch Grundsätze seien von der Volkspartei definiert worden. Also jene Punkte, die erst am Montag der FPÖ von der Volkspartei vorgelegt wurden, wie etwa eine "pro-europäische Position" oder "internationale Zusammenarbeit". Man möchte "keine Abschottung unsere Landes durch eine Festung Österreich".


In der Kompetenzverteilung, also wer welches Ministerium bekommt, hätten sich diese Grundsätze nicht widergespiegelt, so Stocker. Die FPÖ beanspruchte sowohl das Finanz- als auch das Innen-Ressort. Diese Forderung sei "nicht annehmbar". Der ÖVP sei es nicht um Parteitaktik gegangen, betonte Stocker.

 16:00

Bundespräsident wird um 18.30 Uhr vor die Presse treten

Bundespräsident Alexander Van der Bellen will sich um 18.30 Uhr in der Präsidentschaftskanzlei zur aktuellen Lage äußern.

 15:55

Tirols Landeshauptmann Mattle für Dreierkoalition - "ohne Babler als Verhandlungsführer"

Tirols Landeshauptmann Anton Mattle hat in einem Newsletter an ÖVP-Mitglieder erneute Verhandlungen mit SPÖ und Neos ins Spiel gebracht. Allerdings "ohne Babler als Verhandlungsführer". Es gelte "rasch eine Dreierkoalition" abzuschließen. „Ich schlage vor, dass unter neuen Bedingungen eine Dreierkoalition aus Volkspartei, moderaten Sozialdemokraten und NEOS gebildet wird. Karl Nehammer hat seine Konsequenzen gezogen, Andreas Babler sollte ihm folgen und einen Schritt zur Seite machen, damit die bei den Dreierverhandlungen offen gebliebenen Punkte gelöst werden können“

 15:54

Grünen-Chef Kogler: "Eine Chance für Österreich"

"Das blau-schwarze Regierungsprojekt ist gescheitert. Und das ist eine Chance für Österreich. Jetzt gibt es erneut die Möglichkeit, eine Regierung ohne Rechtsextreme zu bilden", so Grünen-Chef Werner Kogler in einem längeren Posting auf Bluesky.


 15:49

"Hand der SPÖ ist weiterhin ausgestreckt"

Vorarlbergs SPÖ-Chef Mario Leiter erklärte in einer Aussendung: „Das Ende der Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP hat sich in den letzten Tagen und Stunden schon abgezeichnet und kommt wenig überraschend. Das medial ausgetragene Gezerre um Ministerien und Posten ließ am Ende keinen Zweifel mehr offen: Diese auf Biegen und Brechen herbeigeführte FPÖ-ÖVP-Regierung ist nicht tragfähig." Österreich brauche nun rasch eine Lösung, um aus dieser "demokratiepolitischen Misere zu finden", so Leiter.


Und weiter: "Die Hand der SPÖ ist dabei weiterhin ausgestreckt. Wir sind bereit Verantwortung zu übernehmen. Das Credo muss nun lauten, Brücken zu bauen. Für eine stabile Regierung, die Österreich in die Zukunft führt und nicht ins Chaos stürzt.“

 15:41

ÖVP-Mahrer legt via Aussendung nach

Nach seinem kurzen Doorstep legte Wiens ÖVP-Chef Karl Mahrer nun via Aussendung gegen FPÖ-Chef Herbert Kickl nach. Die Regierungsverhandlungen sind gescheitert - und das aus gutem Grund“, so Mahrer. „Mit Herbert Kickl ist keine verantwortungsvolle Regierungsarbeit möglich. Die letzten Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, dass Kickl nicht an Stabilität oder konstruktiver Zusammenarbeit interessiert ist. Er ist im Machtrausch und versucht, zentrale Bereiche des Staates unter seine Kontrolle zu bringen."


"Herbert Kickl liebt sich selbst mehr als Österreich", so das Fazit des Wiener VP-Chefs.

 15:39

Für SPÖ und Grüne liegt Ball bei Van der Bellen

Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP liegt für SPÖ und Grüne der Ball nun bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen. SPÖ-Chef Andreas Babler ließ via X wissen, dass er Van der Bellen mitgeteilt habe, sowohl eine Expertenregierung zu unterstützen als auch für weitere Verhandlungen bereit zu stehen. Ähnlich auch Grünen-Chef Werner Kogler: Der Bundespräsident werde den nächsten Schritt "mit gewohnter Weitsicht und Umsicht setzen".

Dabei ist für Kogler einerlei, ob es Neuwahlen, eine Experten-Regierung oder neue Gespräche zwischen konstruktiven Kräften geben werde. Jedenfalls brauche es jetzt aber "Verantwortung, Vernunft, den Willen zur Zusammenarbeit und eine Portion Mut und Zuversicht". Beim Finden einer Lösung müsse man auch "über den eigenen Schatten" springen, so Kogler.

 15:37

"Machthunger": Wirtschaftsbund schießt gegen Kickl

"Die FPÖ hat mit ihrer Blockadepolitik gezeigt, dass es ihr nur um Macht und Posten geht. Statt Lösungen für den Standort, Inflation und Arbeitskräftemangel zu suchen, ließ Kickl die Verhandlungen mutwillig scheitern - mit fatalen Folgen für die Wirtschaft. Investoren verlieren das Vertrauen, Unternehmen stehen ohne Perspektive da, und dringend nötige Reformen bleiben blockiert - dafür ist allein Kickl verantwortlich“, so Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger. Kickls "Machthunger" habe eine stabile Regierung verhindert.

 15:34

Nächstes Kickl-Statement auf Facebook: "Österreich immer treu"

 15:31

ÖVP-Abrechnung mit FPÖ-Chef Kickl: "In fünf Wochen nur 7 Stunden am Verhandlungstisch"

ÖVP-Generalsekretär Alexander Pröll geht mit FPÖ-Chef Herbert Kickl in einer Aussendung hart ins Gericht. "Herbert Kickl selbst hat sich in die Regierungsverhandlungen kaum eingebracht: In 5 Wochen saß Kickl insgesamt 7 Stunden am Verhandlungstisch. Herbert Kickl war aber nicht bereit, Kompromisse und eine Partnerschaft auf Augenhöhe einzugehen", so Pröll.

 15:29

Zeitlicher Ablauf seit der Wahl

 15:27

Stellungnahme Van der Bellens erwartet

Von Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird noch heute eine Stellungnahme erwartet, wie es nun weiter geht, nachdem nach dem vormaligen ÖVP-Obmann Karl Nehammer nun auch Kickl mit der Regierungsbildung gescheitert ist. Möglich wäre ein neuerlicher Versuch einer Dreier-Koalition, eine Minderheitsregierung oder eine Übergangsregierung bis zu einer Neuwahl, die noch vor dem Sommer stattfinden könnte.

 15:24

Mahrer: "Jetzt ist der Bundespräsident am Wort"

"Jetzt ist der Bundespräsident am Wort", erklärte Wiens ÖVP-Chef Karl Mahrer in seinem kurzen Pressestatement.

 15:22

ÖVP-Statement für 16.00 Uhr angekündigt

Die ÖVP hat nun auch eine Pressekonferenz angekündigt. Parteichef Christian Stocker will um 16.00 Uhr in der Parteizentrale vor die Presse treten.

 15:21

Jetzt äußert sich Wiens ÖVP-Chef Karl Mahrer

"Ich habe immer gesagt: Herbert Kickl ist ein Sicherheitsrisiko für dieses Land", so Mahrer. Aber: Er wollte den Gespräche eine Chance geben, da er auch geglaubt habe, dass Herbert Kickl "sich verändert" hat. Die letzten Wochen, Tage und Stunden hätten ihn aber darin bestätigt, dass Herbert Kickl ein "Sicherheitsrisiko ist und bleibt". Herbert Kickl ist offenbar jemand, "der sich selbst mehr liebt als dieses Land", so Mahrer. "Herbert Kickl ist an sich selbst gescheitert."

 15:19

ÖVP sieht "Machtrausch" von Kickl

ÖVP-Generalsekretär Alexander Pröll äußerte sich nun via Aussendung zum Scheitern der blau-schwarzen Verhandlungen. Diese Regierungsbildung sei "am Machtrausch und der Kompromisslosigkeit von Herbert Kickl gescheitert". Der FPÖ-Chef sei in der Rolle des Oppositionspolitikers stecken geblieben und nie in der eines Regierungschefs angekommen.

 15:15

Hafenecker-Statement für 16.30 Uhr angekündigt

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker lädt für 16.30 Uhr zu einer Pressekonferenz im blauen Medienzentrum. Thema ist wenig überraschend "die Zurücklegung des Regierungsbildungsauftrags durch FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl". oe24.TV wird das Statement live übertragen.

 15:15

Statement von SPÖ-Chef Andreas Babler

 15:12

Wiener ÖVP-Chef tritt um 15.20 Uhr vor die Presse

Nach dem Ende der Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP findet heute um 15.20 Uhr ein Doorstep mit persönlicher Erklärung des Wiener Landesparteiobmanns Stadtrat Karl Mahrer (ÖVP) statt.

 15:11

Neuwahltermin wohl frühestens im Juni

Nach dem Platzen der Verhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP steht als mögliches Szenario eine Neuwahl im Raum. Mit dem dafür vorgesehenen Prozedere und den damit verbundenen Fristen wäre ein Urnengang vor Juni aber nur schwer möglich. Neben einem Neuwahlbeschluss des Nationalrats muss nämlich die Wahl per Verordnung im Bundesgesetzblatt ausgeschrieben werden. Zwischen dem darin fixierten Stichtag und der Wahl müssen 82 Tage liegen.

 15:09

Verhandlungen am 136. Tag nach der Wahl geplatzt

Rund einen Monat nach Beginn der blau-türkisen Koalitionsverhandlungen sind diese am Mittwoch geplatzt. Damit steht das Land 136 Tage bzw. viereinhalb Monate nach der Nationalratswahl weiter ohne eine neue Regierung da. Die Regierungsbildung mit den nun bereits zweiten gescheiterten Koalitionsverhandlungen hat längst eine historische Rekorddauer in der Geschichte der Zweiten Republik erreicht. So lange brauchte es noch nie vom Wahltag bis zur Angelobung einer neuen Regierung.

 15:07

Kickl sieht Schuld bei ÖVP

Wenig verwunderlich sieht FPÖ-Chef Herbert Kickl die Schuld bei der ÖVP. Diese sei "nicht zu entscheidenden Kompromissen bereit" gewesen, so der Freiheitliche via Facebook.

 15:05

Kickl meldet sich jetzt auf Facebook zu Wort

Via Facebook meldete sich nun FPÖ-Chef Herbert Kickl zu Wort. "Ich habe soeben den Regierungsbildungsauftrag zurückgelegt", so der Freiheitliche. "Wir wollten mit einem straffen Zeitplan schnell zu einer leistungsfähigen Bundesregierung kommen. Gemeinsam wollten wir Österreich zurück an die Spitze Europas führen. Leider war die ÖVP nicht zu entscheidenden Kompromissen bereit." Dazu postete Kickl den Brief an Bundespräsident Alexander Van der Bellen.


 15:02

Expertenregierung, Neuwahl oder Ampel-Comeback?

Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP gibt es mehrere Wege zu einer neuen Regierung. So könnte der Bundespräsident eine Expertenregierung einsetzen oder der Nationalrat die Bürgerinnen und Bürger erneut zu den Urnen schreiten lassen. Auch wäre möglich, dass ÖVP und SPÖ es erneut miteinander versuchen - zu zweit oder mit einer der Kleinparteien. Dagegen spricht, dass auch die Verhandlungen für eine schwarz-rot-pinke Dreierkoalition geplatzt sind.

 14:58

Kickl bittet noch um Geduld

Im Laufe des Tages werde es noch eine Stellungnahme geben, kündigte FPÖ-Chef Herbert Kickl vor der Parteizentrale gegenüber einem oe24.TV-Reporter an. Er bitte noch um Geduld.

 14:56

Kickls Schreiben an den Bundespräsidenten im Wortlaut

Herbert Kickl legte in einem Schreiben an Bundespräsident Alexander Van der Bellen seinen Regierungsauftrag zurück. Das Schreiben im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Am 6. Jänner 2025 haben Sie mich mit der Bildung einer stabilen und zukunftsorientierten Regierung beauftragt.

Wir haben daraufhin mit der ÖVP das Gespräch gesucht, mit der Absicht, nach einem straffen Zeitplan schnell zu einer leistungsfähigen Bundesregierung zu kommen. Gemeinsam wollten wir Österreich zurück an die Spitze Europas führen - wirtschaftlich stark, sozial verantwortungsbewusst und mit einer Migrationspolitik, die die Interessen unseres Landes und seiner Menschen schützt.

In einem ersten Schritt ist es uns gelungen, mit einem klaren Konsolidierungspfad ein drohendes EU-Defizitverfahren abzuwenden und damit sowohl der Wirtschaft als auch den Bürgern drohende Zusatzkosten zu ersparen. Daraufhin wurden die inhaltlichen Verhandlungen in 13 Untergruppen gestartet.

Ehe jedoch die noch strittigen Punkte auf Chefverhandler-Ebene geklärt werden konnten, bestand die ÖVP Anfang Februar darauf, die Ressortverteilung zu klären. Am 4. Februar 2025 haben wir Freiheitliche einen entsprechenden Entwurf vorgelegt. Obwohl wir in den darauffolgenden Gesprächen der ÖVP in vielen Punkten entgegengekommen sind, waren die Verhandlungen zu unserem Bedauern letztlich nicht von Erfolg gekrönt.

Deshalb lege ich heute, am 12. Februar 2025, den Auftrag zur Regierungsbildung zurück.

Ich setze diesen Schritt nicht ohne Bedauern. Verhandlungen mit der SPÖ sehen wir jedoch nicht als zielführend an. Die Vorgespräche mit Andreas Babler haben gezeigt, dass nicht nur unsere Positionen in entscheidenden Punkten weit auseinander liegen, sondern die SPÖ grundsätzlich eine ablehnende Position zu jedweder Zusammenarbeit mit der FPÖ einnimmt. Daran hat sich auch seit der Wahl nichts geändert. Österreich hat keine Zeit zu verlieren.

Mit besten Grüßen

Herbert Kickl

Bundesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Österreichs"

 14:52

ES IST AUS! Blau-Schwarz ist geplatzt!

Jetzt ist es vorbei! Blau-Schwarz ist gescheitert. Kickls Kanzler-Träume sind ausgeträumt! Der FPÖ-Chef hat den Regierungsbildungsauftrag zurückgelegt.

 14:48

Kickl hat die Hofburg verlassen

FPÖ-Chef Herbert Kickl hat die Hofburg wieder verlassen. Für 15 Uhr ist ein Statement der FPÖ angekündigt.

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 14:24

FPÖ-Statement angekündigt

Wie oe24 erfuhr, wird es von der FPÖ um 15 Uhr ein Statement zur blau-schwarzen Koalition geben.

 14:22

Stocker nicht bei VdB

Christian Stocker soll heute NICHT in die Hofburg kommen. Es ist wohl kein Gespräch zwischen ihm und Alexander Van der Bellen geplant.

 14:20

So geht es jetzt weiter im Showdown um Blau-Schwarz

Die Koalitionsverhandlungen sind nun wohl endgültig in eine entscheidende Phase getreten. Nach einem Gespräch mit VP-Obmann Christian Stocker trifft FP-Chef Herbert Kickl den zweiten Tag in Folge Bundespräsident Van der Bellen. Kurz vor 14 Uhr traf er in der Hofburg ein. Obwohl alles nach Scheitern aussieht, sagte Kickl vor seiner Fahrt Richtung Ballhausplatz, das Gespräch mit Stocker sei "gut" gewesen. Alles nähere höre man dann nach dem Termin mit Van der Bellen.

 14:15

Kickl über das Gespräch mit Stocker

Das Gespräch mit Stocker sei „gut“ gewesen, sagte Kickl. Außerdem kündigte er an, dass er sich nach seinem Gespräch mit VdB weiter äußern werde.

 14:10

Gibt Kickl Regierungsauftrag zurück?

Wie oe24 erfuhr, könnte Herbert Kickl im Gespräch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Regierugsauftrag zurückgeben.

 14:07

Die ersten Fotos von Kickl vom heutigen Tag

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 14:04

ÖVP-Hörl für Verhandlungen über Dreierkoalition

Unterdessen gab es am Mittwoch eine weitere ÖVP-Wortmeldung aus Tirol. Seilbahnenchef und Ex-Nationalratsabgeordneter Franz Hörl plädierte gegenüber der Online-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung" für eine Dreierkoalition mit SPÖ und NEOS und zählte dabei offenbar auf Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) als treibende Kraft. "Innerhalb von wenigen Stunden sollte geklärt sein, ob eine Dreierkoalition doch noch möglich ist oder nicht und ob noch einmal der Faden aufgenommen werden könne. Die Verhandlungsergebnisse bis Anfang Jänner liegen ja eh auf dem Tisch", meinte Hörl. Er ging davon aus, dass die Verhandlungen mit der FPÖ abgebrochen werden, eine Neuwahl sei allerdings für ihn nur "die letzte Option."

 14:03

ÖVP-Zangerl für Partei-Abstimmung

Tirols schwarzer Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl hat am Mittwoch angesichts der blau-schwarzen Regierungsverhandlungen vor einer "Zerreißprobe" innerhalb der ÖVP gewarnt und eine Abstimmung unter Parteimitgliedern über ein mögliches Koalitionsabkommen gefordert. Er sah in seiner Partei keinen "breiten Konsens" für eine solche Koalition und die Hälfte der ÖVP-Mitglieder sei "vom derzeitigen Kurs der Parteiführung wenig angetan". Sogar bei Wirtschaft und Industrie" habe sich mittlerweile "teilweise Ernüchterung in der ÖVP breit gemacht". "Tragisch genug, dass die monatelangen Verhandlungen zu keinen brauchbaren Ergebnissen führen, dass jedoch angesichts der prekären Lage nur mehr eine Handvoll in der Partei über den zukünftigen Kurs entscheiden, kann nicht akzeptiert werden", kritisierte Zangerl in einer Aussendung.

 13:54

Kickl in Hofburg angekommen

FPÖ-Chef Herbert Kickl ist soeben in der Hofburg eingetroffen.

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 13:42

Kickl und Stocker trafen sich

Die Koalitionsverhandlungen stecken fest. Sowohl FPÖ als auch ÖVP machten am Mittwoch neue Vorschläge zur Ressortaufteilung, die jeweils von der anderen Seite prompt abgelehnt wurden. Auf Vermittlung des Bundespräsidenten trafen sich die Parteichefs nach einem Telefonat auch noch persönlich. Allzu lange dauerte die Begegnung nicht. Ob es konkrete Ergebnisse gab, ist unklar.

VP-Chef Christian Stocker verließ gemeinsam mit ÖVP-Klubchef August Wöginger und Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer kurz vor halb eins die Bundesparteizentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse durch den Hinterausgang. Kommentar wollte er dabei gegenüber der APA keinen abgeben. Schon eine Stunde später war nach APA-Informationen der Austausch mit FP-Obmann Herbert Kickl wieder vorbei. Wo dieser stattfand, ist nicht bekannt.

 13:35

Kickl auf dem Weg zur Hofburg

Er soll gleich ankommen

 13:32

Salzburgs Wirtschaftskammerpräsident Peter Buchmüller fordert Abbruch der Gespräche

"Ich würde mal raten, wenn man hier zu keiner Einigung kommt, frühzeitig diese Gespräche abzubrechen," sagte er.

 13:30

Niederösterreichs ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wendet sich an Kickl

„Wenn ich Bundeskanzler dieser Republik werden will, dann ist das auch eine ganz große Verantwortung. Mit dieser Verantwortung verbunden ist natürlich auch die Kompromissfähigkeit und vor allem auch die Fähigkeit, Brücken zu bauen, um Kompromisse und gemeinsame Zugänge zu schaffen.“

 13:02

FPÖ-General mit blauer Attacke

 12:56

Auch Babler hat sich kurz und knapp zu Wort gemeldet

 12:54

Werner Kogler meldet sich zu Wort

"Regierungsverhandlungen sind kein Spiel! ÖVP, es ist Zeit den Notausgang zu nehmen. Mit Vernunft, Mut und Kompromissbereitschaft könnten konstruktive Kräfte an einem Plan für Zusammenhalt, Aufschwung und Optimismus arbeiten."

 12:44

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger kritisiert FPÖ und ÖVP

Die Dreierverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS seien daran gescheitert, dass Reformen nicht möglich gewesen seien, so Meinl-Reisinger via X: "Konsequenterweise haben wir gesagt: Inhalt geht vor Posten. Jetzt hat man den Eindruck: es sind haarsträubende teilweise wirklich bedenkliche Dinge am Tisch, aber es geht nur noch um Posten."

 12:37

Stocker und Co. kommen aus der ÖVP-Zentrale

Stocker verließ gemeinsam mit ÖVP-Klubchef August Wöginger und Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer kurz vor halb eins die Bundesparteizentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse durch den Hinterausgang. Kommentar wollte er dabei gegenüber der APA keinen abgeben.

 12:10

ÖVP wartet auf FPÖ-Antwort

Auf X richtet die ÖVP der FPÖ aus: "Herbert Kickl nimmt für sich in Anspruch, seine Kernkompetenzen in den Bereichen Asyl und Migration zu haben. Daher will Kickl zusätzlich zum Bundeskanzler und Finanzministerium auch das Innenministerium besetzen. Allerdings hat auch die ÖVP eine Kernkompetenz im Bereich Sicherheit als auch im Bereich Wirtschaft. Wir haben Varianten als weiteres Entgegenkommen vorgelegt. Nach wie vor fehlt ein klares Bekenntnis der FPÖ zu den von der Volkspartei vorgelegten Grundsätzen. Obwohl die ÖVP diese Grundsätze von Anfang an benannt hat und vor zwei Tagen auch schriftlich übergeben hat, wartet die ÖVP nach wie vor auf eine Antwort."

 11:54

Hand der SPÖ bleibt ausgestreckt

Einmal mehr betonte der rote Bundesgeschäftsführer, dass die Hand der SPÖ ausgestreckt bleibe. Die SPÖ sei bereit, mit den demokratischen Kräften in Österreich an einer tragfähigen Regierung zu arbeiten.

 11:47

Haimbuchner: „FPÖ hat ein faires Angebot gemacht“

„Unser Regierungsangebot an die ÖVP berücksichtigt die Kernkompetenz beider Verhandlungspartner. Es ist dies ein mehr als faires Angebot und Ausdruck einer bürgerlichen Zusammenarbeit. Wir sind bereit, dass wir mit der ÖVP gemeinsam mit dieser ehrlichen Aufteilung der Ressorts für unser Land arbeiten. Es geht uns um den Standort Österreich, die Wirtschaft und um die Bevölkerung“, sagte der oberösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner.

Haimbuchner © APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR

 11:46

FPÖ-Berater legt nach. Heim Lepuschitz meldete sich auf X zu Wort und schrieb:

 11:07

FPÖ reagiert auf ÖVP-Angebot

In einer Aussendung teilt die Partei mit: "Die ÖVP hat heute der FPÖ einen neuen Vorschlag hinsichtlich der umstrittenen Ressortverteilung übermittelt. Dazu nehmen die FPÖ-Chefverhandler wie folgt Stellung.

Ein Verbleib des Finanzministeriums bei der ÖVP würde bedeuten, dass die für die finanzielle Schieflage verantwortliche Partei dort weiterarbeiten kann. Dieses „Weiter wie bisher“ hat auch die ÖVP in den drei Monaten seit der Nationalratswahl stets strikt ausgeschlossen. Dass die FPÖ daher das Finanzministerium übernimmt und in enger Abstimmung mit dem Bundeskanzler die notwendige Budgetsanierung vorantreibt, ist das Gebot der Stunde.

Ein eigenes Asyl- & Migrationsministerium ist erstens verfassungsrechtlich mit einer Vielzahl von Problemen behaftet. Darauf hat auch der Bundespräsident hingewiesen. Zweitens ist diese Teilung aus Sicht aller mit der Materie in Theorie und Praxis befassten Personen und Experten operativ zum Scheitern verurteilt. Ein entsprechender Vorschlag der ÖVP wurde aus diesem Grund bereits in der Verhandlungsrunde am 11. Februar zurückgewiesen.

Drittens: Ein FPÖ-Staatssekretär in einem ÖVP-Ministerium widerspricht der von ÖVP-Obmann Stocker und FPÖ-Obmann Kickl bereits getroffenen grundsätzlichen Vereinbarung, dass im Sinne einer effizienten Regierungsarbeit und Bündelung der Ressourcen in der kommenden Regierung keine Staatssekretäre der jeweils anderen Partei in einem Ministerium zum Einsatz kommen sollen. Die Bereiche Sicherheit bzw. Asyl und Migration sind nicht voneinander zu trennen. Eine Politik im Sinne der Österreicher erfordert die Bündelung dieser Agenden in einer Hand.

Was das vorgelegte sogenannte „Grundsatzpapier“ der ÖVP betrifft, so handelt es sich dabei um eine Mischung aus Selbstverständlichkeiten sowie Dingen, die bereits in einer eigens eingerichteten Konsens/Dissens-Gruppe seit Beginn der Verhandlungen konstruktiv und ausführlich besprochen wurden. Hinzu kommen einige Punkte, die auf Ebene der Chefverhandler zu diskutieren sind, wobei die ÖVP genau diese Diskussion ja verweigerte, weil sie zuerst die Ressortfrage abschließend geklärt haben wollte"

 10:56

Ultimatum läuft ab!

Jetzt läuft das Ultimatum der FPÖ an die ÖVP ab! Wie es danach weitergeht, ist völlig unklar. Geht die Volkspartei darauf ein oder nimmt Kickl doch das schwarze Angebot für ein eigenes Migrationsministerium an?

 10:52

Hofer springt Kickl zur Seite

Auf Facebook schrieb der Freiheitliche: "Das Angebot von Herbert Kickl ist mehr als fair – außer die ÖVP will eine Alleinregierung. Eine bürgerliche Zusammenarbeit und ehrliche Aufteilung der Kernkompetenzen ist das, was der Standort Österreich, die Wirtschaft und auch die Bevölkerung jetzt braucht. Wenn die ÖVP die gesamte Standortpolitik mit Wirtschaft, Energie, Verkehr und Infrastruktur, die außenpolitischen Kompetenzen samt den EU-Agenden, sowie Landwirtschaft, Bildung, Familie und Landesverteidigung all ihre Kernkompetenzen bekommt, dann ist es nur richtig und verantwortungsvoll, nicht auch noch zusätzlich das Innenministerium zu fordern. Viele aus Wirtschaft und Industrie können diese Taktik von Christian Stocker und seinem Verhandlungsteam nicht nachvollziehen. Ich danke Herbert Kickl für seine Weitsicht, denn ehrlich regieren bedeutet auch, ein faires Angebot zu unterbreiten. Uns geht es um Inhalte, um eine positive Entwicklung für Österreich. Aber das bedingt natürlich auch eine kluge und vernünftige Aufteilung der Kompetenzen in der Regierung."

 10:42

Stimmung auf dem Nullpunkt

Dazu richtete man sich diverse Unfreundlichkeiten aus. Ein persönliches Gespräch der Parteichefs war zumindest vorerst nicht vorgesehen.

 10:38

Was Kickl klarstellen will

FP-Chef Herbert Kickl wollte in einem Video klarmachen, dass es nicht an der FPÖ liege, dass jetzt ständig über Ministerien gesprochen werde. Das sei Wunsch der ÖVP gewesen. Die Freiheitlichen hätten lieber davor die Inhalte geklärt.

 10:36

FPÖ-Landespolitiker werben für "bürgerliche Zusammenarbeit"

Die FPÖ mobilisierte im Gegenzug eigene Landespolitiker. Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner sah die Vorschläge der FPÖ als "Ausdruck einer bürgerlichen Zusammenarbeit". Die FPÖ sei bereit, mit der ÖVP gemeinsam "mit dieser ehrlichen Aufteilung der Ressorts" für unser Land arbeiten. Burgenlands FPÖ-Klubchef Norbert Hofer rückte ebenfalls zur Unterstützung der Bundespartei aus. Er dankte Kickl für dessen "Weitsicht" beim Angebot an die ÖVP. Denn ehrlich regieren bedeute auch, ein faires Angebot zu unterbreiten. Eine bürgerliche Zusammenarbeit und ehrliche Aufteilung der Kernkompetenzen sei das, was der Standort Österreich, die Wirtschaft und auch die Bevölkerung jetzt brauchten.

Wie es jetzt weitergeht, war unklar. Aus der Präsidentschaftskanzlei gab es keine Informationen, ob ein neuerlicher Besuch Kickls geplant ist. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte Dienstagabend nach Treffen mit dem FPÖ-Chef und VP-Obmann Christian Stocker klar gemacht, dass er eine rasche Klärung wolle.

 10:13

Das sagte der FPÖ-Chef

Kickl erklärt den Stand der Verhandlungen - und warum jetzt über die Ressorts gesprochen wird. "Die ÖVP wollte es", sagt Kickl.

 10:11

Jetzt spricht Kickl

 10:00

Die ÖVP macht nochmal ein Angebot

Die ÖVP teilte mit: "Herbert Kickl nimmt für sich in Anspruch, seine Kernkompetenzen in den Bereichen Asyl und Migration zu haben. Daher will Kickl zusätzlich zum Bundeskanzler und Finanzministerium auch das Innenministerium besetzen.

Allerdings hat auch die ÖVP eine Kernkompetenz im Bereich Sicherheit als auch im Bereich Wirtschaft. Wenn man diese Umstände berücksichtigt, wären für uns folgende Varianten für ein weiteres Entgegenkommen denkbar:

1. Die FPÖ bekommt ein eigenes Asyl- und Migrations-Ministerium. Dazu würden diese Bereiche aus dem Innenministerium ausgegliedert werden. Das Innenressort samt Geheimdienst und auch das Finanzministerium bleiben in diesem Fall bei der ÖVP.

2. Wenn Kickl darauf besteht, das Finanzministerium zu behalten, wäre ein FPÖ-Staatssekretär für Asyl und Migration im ÖVP-geführten Innenministerium denkbar.

Damit wäre gewährleistet, dass die Zusammenarbeit mit den ausländischen Diensten im vollen Umfang aufrechterhalten werden kann und keine Gefährdung der Sicherheit in Österreich zu befürchten ist. Ein Beispiel: Der geplante Anschlag auf das Taylor Swift Konzert könnte damit auch künftig verhindert werden.

Weiters fehlt ein klares Bekenntnis der FPÖ zu den von der Volkspartei vorgelegten Grundsätzen. Obwohl die ÖVP diese Grundsätze von Anfang an benannt hat und vor zwei Tagen auch schriftlich übergeben hat, wartet die ÖVP nach wie vor auf eine Antwort."

 09:58

Kickl nimmt nochmal zur Verteilung der Ressorts Stellung

Auf Facebook schrieb er: "Liebe Freunde! Ja, das Papier, das heute in den Medien aufgetaucht ist, ist korrekt.

Das ist das freiheitliche Angebot. Die ÖVP kann in allen ihren Kernkompetenzen wirken: Die gesamte Standortpolitik mit Wirtschaft, Energie, Verkehr und Infrastruktur, die außenpolitischen Kompetenzen samt den EU-Agenden, sowie Landwirtschaft, Bildung, Familie und Landesverteidigung. Da ist es wohl naheliegend, dass die FPÖ im Gegenzug ihre im Innenministerium angesiedelten Kernkompetenzen – Sicherheit und Asyl – für sich beansprucht. Das ist kein Machtrausch, das ist mehr als fair, außer die ÖVP will eine Alleinregierung."

 09:44

Ein letztes Telefonat

Die Zeichen bei den Koalitionsgesprächen stehen derzeit auf Scheitern. Auch ein neuer Vorschlag der FPÖ zur Ressortverteilung hat die ÖVP am Mittwoch nicht davon abgehalten, ihre Attacken auf die Freiheitlichen fortzusetzen. Dem Vernehmen nach hat die FPÖ nun der ÖVP ein Ultimatum gestellt, bis 11 Uhr auf ihr "letztes Angebot" zu reagieren. Ein persönliches Treffen der Parteichefs ist an sich heute gar nicht vorgesehen. Nach APA-Informationen ist nur ein Telefonat geplant.

 09:35

Schnedlitz sieht "Kernkompetenzen" berücksichtigt

"Das ist das freiheitliche Angebot", bestätigte der blaue Generalsekretär Michael Schnedlitz den Inhalt des Papiers, das ÖVP-Chef Stocker übermittelt worden war. Durch eine solche Aufteilung könne die ÖVP "in allen ihren Kernkompetenzen wirken". So käme ihr etwa die gesamte Standortpolitik zu. Angesichts des Vorschlags sei "es wohl naheliegend, dass die FPÖ im Gegenzug ihre im Innenministerium angesiedelten Kernkompetenzen - Sicherheit und Asyl - für sich beansprucht".

Am Mittwoch war ein weiteres Gespräch zwischen den Parteichefs Herbert Kickl und Christian Stocker anberaumt, wo der blaue Vorschlag besprochen werden soll. Nachdem ein Treffen tags zuvor dem Vernehmen nach nicht einmal eine halbe Stunde gedauert hatte ist fraglich, ob sich beide überhaupt treffen oder nur telefonieren. Danach könnten beide Parteien eine abschließende Entscheidung treffen, ob man überhaupt weiter verhandelt. Diesbezüglich hatte auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach Gesprächen mit Kickl und Stocker am Dienstag Druck gemacht.

 09:34

FPÖ will auch Arbeitsministerium

Geht es nach dem neuen Vorschlag der Freiheitlichen, würden diese sechs Ressorts in einer blau-türkisen Regierung erhalten: Neben dem Bundeskanzler selbst und dem Kanzleramt (samt den Bereichen Verfassung, Deregulierung, Medien und Digitalisierung) wären dies eben noch das Innen- und das Finanzministerium, auf die es auch die ÖVP abgesehen hat. Weiters blau wäre neu gegenüber den bisherigen Vorschlägen ein Arbeitsministerium, das zusätzlich auch die Integration beinhalten soll. Dazu kommt ein Ressort für Gesundheit, Sport und Tourismus.

Der ÖVP würden, geht es nach dem blauen Vorschlag, sieben Ministerien zufallen: Außenpolitik samt EU, Verkehr und Infrastruktur, Wirtschaft, Forschung und Energie, Landesverteidigung und öffentlicher Dienst, Landwirtschaft und Umwelt. Neu ist, dass (im Gegenzug zum nun blauen Arbeitsressort) auch der Sozialbereich der ÖVP zukommen soll samt Frauen, Familie und Jugend. Weiters gäbe es noch Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur dazu. Das Justizministerium würde mit einem unabhängigen Kandidaten oder einer Kandidatin besetzt.

 09:01

Gibt es ein blaues Ultimatum?

Aktuell wird darüber spekuliert, ob die Blauen der ÖVP ein Ultimatum gesetzt haben: Angeblich wartet die FPÖ bis heute um 11 Uhr auf Rückmeldung zu der von oe24 veröffentlichten Ministerliste. Der Countdown läuft!

 08:59

Keine Antwort der FPÖ

„Auf die von der ÖVP vorgelegten Grundsätze für eine gemeinsame Regierung gibt es von der FPÖ bis heute keine Antwort", betont ÖVP-Generalsekretär Alexander Pröll in einem schriftlichen Statement. "Diese Grundsätze wurden von uns von Beginn an ehrlich benannt und vor zwei Tagen noch einmal schriftlich übergeben."

 08:57

Wie geht es weiter mit Blau-Schwarz?

Alles zum Showdown im LIVE-Ticker auf oe24.