Außenministerin Ursula Plassnik (V) hat die am Freitag verabschiedete UNO-Resolution gegen die Leugnung des Holocaust begrüßt.
"Diese Resolution ist ein Aufschrei gegen jeden Versuch, die Schrecken der Shoa zu leugnen", hieß es in einer Aussendung Plassniks vom Samstag, dem internationalen Holocaust-Gedenktag. Der Resolutionstext sei "unter engagierter österreichischer Beteiligung" vor dem Hintergrund der im vergangenen Dezember im Iran organisierten so genannten "Holocaust-Konferenz" formuliert worden.
Kritik an Teheran-Konferenz
Plassnik übte in der Aussendung
heftige Kritik an der Teheraner Holocaust-Konferenz. Diese Veranstaltung,
"wie auch die völlig inakzeptablen Äußerungen des iranischen Präsidenten
(Mahmoud) Ahmadinejad" (dieser hatte den Holocaust mehrmals als "Mythos"
bezeichnet", Anm.), belegten, dass es immer wieder Versuche gebe, die
Tatsache der systematischen Auslöschung von 6 Millionen Juden sowie vieler
anderer Opfer zu leugnen.
Zukunftsfonds
Die Außenministerin betonte das besondere
Engagement Österreichs bei diesem Thema und hob dabei besonders den beim
Außenministerium angesiedelten Zukunftsfonds hervor. Sie verwies auch auf
die Mitgliedschaft Österreichs in der 24 Staaten umfassenden Internationalen
Holocaust Task Force.
Auschwitz-Befreiung
Der Internationale Holocaust-Gedenktag wird
jährlich am 27. Jänner begangen. An diesem Tag des Jahres 1945 befreite die
sowjetische Armee das Vernichtungslager Auschwitz.