SPÖ-Chef Babler will jetzt seine Partei einigen, dann Parteitag machen.
Kongress. Andreas Babler, der in Wirklichkeit bereits am Samstag von 53 Prozent der SPÖ-Delegierten gewählt wurde, wie nach einer Neuauszählung am Dienstag erneut bestätigt wurde – steht jetzt vor einem „Trümmerhaufen, den ihm die Dosko-Partie hinterlassen hat“, sagten mehrere SPÖ-Präsidiumsmitglieder ÖSTERREICH. Einen neuerlichen Sonderparteitag gleich lehnt die Mehrzahl der SP-Länderchefs ab. Aber, man müsse die „SPÖ jetzt wieder aufbauen“.
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Dem Traiskirchner Bürgermeister ist das freilich klar: Vermutlich erst kommende Woche – am Donnerstag ist Feiertag – möchte er SP-Präsidium und Vorstand einladen. Eine Einladung soll auch an Hans Peter Doskozil ergehen. Dort will Babler sein Team präsentieren. Das könnte neben Julia Herr – sie gilt als Fixstarterin – auch personelle Angebote an die Zentristen und die Doskozil-Truppe enthalten. Danach soll die Seele der tief zerstrittenen Partei gestreichelt werden.
Babler will jetzt eine „Basis-Tour“ durch „jeden Bezirk“ Österreichs starten. Dort will er sowohl Inhalte einsammeln, als auch die tiefen Irritationen – um es freundlich auszudrücken – beruhigen. Zudem will er weitere Mitglieder anwerben. Nachdem irrtümlich – siehe links – geglaubt wurde, dass Hans Peter Doskozil neuer SPÖ-Chef sei, waren ja schlagartig mehrere hundert Mitglieder bereits ausgetreten. Sie dürften zurückkommen.
Im Herbst soll es dann einen ordentlichen Bundesparteitag geben – dort will Babler die Statuten ändern, sodass künftig Mitglieder den SPÖ-Chef wählen. Dies soll danach auch noch geschehen. Im November könnte es dann noch zu einem „Einigungs-Kongress“ kommen.