Die FPÖ feierte bei den steirischen Gemeinderatswahlen große Zugewinne, doch das Ziel eines blauen Bürgermeisters bleibt schwierig.
Trotz starker Ergebnisse konnte die freiheitliche Partei in keiner Gemeinde eine absolute Mehrheit - und damit den Bürgermeister - holen. Jetzt setzt FPÖ-Chef Mario Kunasek auf Koalitionsverhandlungen – und mögliche Deals mit der ÖVP.
„Wenn ich mir was wünschen darf, dann dass es nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark keine blauen Bürgermeister gibt“, sagte die geschäftsführende ÖVP-Chefin Manuela Khom vor der Wahl zur Kleinen Zeitung. In einem Bericht listet die Zeitung die möglichen Orte mit blauem Bürgermeister auf. Denn die Bürgermeister werden nun von den Gemeinderäten gewählt.
Schwarz-blauer Bürgermeister-Tausch?
Besonders spannend: In Bruck an der Mur könnte die ÖVP mit FPÖ-Stimmen den roten Bürgermeister stürzen, während die Blauen in St. Michael im Gegenzug den Ortschef stellen könnten. In Leibnitz erhebt die FPÖ ebenfalls Anspruch auf das Bürgermeisteramt, doch ob sie eine Mehrheit findet, bleibt ungewiss.
Verhandlungen laufen – Überraschungen möglich
Auch in St. Georgen am Kreischberg und Feldkirchen bei Graz gab es massive FPÖ-Gewinne. In Langenwang könnte die FPÖ mit der SPÖ oder einer Halbzeitlösung mit der ÖVP regieren.
In Gössendorf, einst Mario Kunaseks Heimatgemeinde, gibt es für die FPÖ aber nichts zu gewinnen. Dort haben die Roten ihre absolute Mehrheit sogar ausgebaut.
Wie viele blaue Bürgermeister es am Ende werden? Das ist offen, mehr als eine Handvoll bestimmt nicht. Doch eines ist klar: Die FPÖ will mitmischen – und hat dabei die ÖVP als Schlüsselfaktor im Blick.