Schweizer Hotellerie ist mehr als Gastfreundschaft – sie ist ein Lebensgefühl. Heute präsentieren wir Ihnen im Namen der 101 besten Hotels eine Vorauswahl unserer Editor Choice Hotels: „Bellevue Parkhotel & Spa“, „Parkhotel Margna“, „Vitznauerhof“ und Hotel „Castell Zuoz“.
Es gibt Orte, an denen die Zeit langsamer (ver-)geht. Hoch über Adelboden, mit Blick auf die Gipfel des Berner Oberlandes, liegt das „Bellevue Parkhotel & Spa“ – ein Haus, das seit mehr als einem Jahrhundert Gäste empfängt, die Ruhe und Natur suchen. Schon beim Betreten der Lobby spürt man eine Verbindung zwischen traditioneller Gastlichkeit und modernem Design. Die Zimmer des Hauses haben eine atemberaubenden Aussicht auf die imposante Bergwelt und sind im Mid-Century-Design eingerichtet. Nur hochwertige Naturmaterialien sind hier verbaut und schaffen eine elegant-einladende Atmosphäre.

In den Zimmern mit klassisch-elegantem Interieur-Design können Sie die sagenhafte Aussicht genießen.
Entspannung findet man im großzügigen Spa-Bereich. Ein warmes Solebad, während draußen die Sonne untergeht, ist in Adelboden ein einmaliges Erlebnis. Wer sich in seiner Freizeit nach Bewegung sehnt, schnallt am Morgen die Skier an oder schnürt die Wanderschuhe – und kehrt am Abend zurück, um sich von individuellen Massagen verwöhnen zu lassen. Im Restaurant „Belle Vue“ genießen Sie eine französisch inspirierte Küche – unbedingt zu probieren, sind die vegetarischen Menüs von Küchenchef Jiri Urban.
Beim Betreten des „Parkhotel Margna“ in Sils-Baselgia spüre ich sofort, dass das Hotel eine langjährige Geschichte erzählt. 1817 als Patrizierhaus erbaut, vereint es heute stilvoll die Eleganz vergangener Zeiten mit modernem Komfort. Holzvertäfelte Decken und handgefertigte Möbel, die von der langen Geschichte des Hauses zeugen, schaffen eine Atmosphäre, die Beständigkeit ausstrahlt. Die individuell gestalteten Zimmer und Suiten spiegeln den Charakter des Hauses wider – keines gleicht dem anderen. In den historischen Räumen harmonieren traditionelle Engadiner Elemente mit moderner Ästhetik. Wer morgens die Fensterläden öffnet, sieht den Silsersee im ersten Sonnenlicht glitzern – ein Anblick, den man erleben sollte.

Das „Parkhotel Margna“ bietet eine weitläufige Parklandschaft zur Erholung und Regeneration.
Kulinarisch schlägt das Margna viele Töne an: Drei Restaurants bieten eine vielseitige Auswahl, von regional bis mediterran. In der historischen „Stüva 1817“ kommen Engadiner Spezialitäten auf den Tisch – bodenständig, authentisch und mit einem Sinn für Tradition. Das Haus besticht ebenfalls durch eine feine Selektion erlesener Weine. Vor der Tür des Margna warten der hauseigene 9-Loch-Golfplatz, ein Sandtennisplatz sowie direkte Zugänge zu Wanderwegen – inmitten einer der schönsten Regionen der Schweiz.
Der „Vitznauerhof“ liegt direkt am Vierwaldstättersee und prangt am Ufer mit seiner verspielten Jugendstil-Fassade. Das Haus wirkt wie aus einer anderen Zeit. Im Inneren findet sich die historische Eleganz in den wunderschönen und lichtdurchfluteten Zimmern wieder. Durch die Fenster blickt man entweder auf den See oder die bewaldeten Hänge des Rigi-Massivs. Das kulinarische Herzstück ist das Restaurant „Sens“. Die Küche? Keine Inszenierung, sondern ehrliche Handwerkskunst. Regionale Zutaten, mutige Aromen und überraschende Kombinationen schaffen hier ihr eigenes kulinarisches Narrativ. Der perfekte Tag im Vitznauerhof beinhaltet eine Bootstour über den See, einen Spaziergang durch die Ufergärten und am Abend ein Glas Wein auf der Terrasse, während die Sonne langsam hinter den Bergen verschwindet.
Das Hotel „Vitznauerhof“ ist im Winter wie im Sommer eine Reise wert.
Hoch oben, auf einer Sonnenterrasse über Zuoz, thront das „Hotel Castell“ – ein Haus, das sich jeder klassischen Kategorisierung entzieht. Hier treffen Kunst und Architektur aufeinander: ob Skulpturen, Malereien oder Installationen – hier finden sie überall Kreativität. Die Zimmer des Castell sind weit mehr als bloße Rückzugsorte – sie sind Teil des kunstvollen Konzepts. Moderne Ästhetik trifft auf urbane Elemente. Kunst ist überall präsent. Hotelbesitzer Ruedi Bechtler sucht jedes Werk persönlich aus. Wer durch das Hotel streift, entdeckt immer wieder neue Details: eine Galerie, eine Lesung oder ein Konzert, das sich scheinbar zufällig ergibt. Hier lebt die Kunst.

Entspannung pur: Ein Bad mit Blick auf das Bergmassiv.
Selbst der Wellnessbereich passt sich dieser Philosophie an: Statt Standard-Spa gibt es ein orientalisches Hamam, in dem Zeit keine Rolle spielt. In unserer heutigen Editors Choice erzählt jedes Hotel seine eigene Geschichte – durch Architektur, individuelle Lage und die Menschen, die dort arbeiten. Sie alle haben aber eines gemeinsam: Sie bereichern die Hotellerie.

Carsten K. Rath ist Autor der Bücher "Die 101 besten Hotels Deutschlands". Mit seinem Ranking kommt er im Jahr 2024 erstmals in die Schweiz. Eine Bestellung des Buches "Die 101 besten Hotels Deutschlands“ ist per E-Mail an board@i-sle.ch oder online unter https://die-101-besten.de/interesse-am-buchband-die-101-besten-hotels-deutschlands-2025/ möglich.
Über den Autor: Als früherer Grandhotelier und Betreiber des relevantesten Hotel Rankings im deutschsprachigen Raum https://die-101-besten.com/ ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er für ReiseLust schreibt, bereist er auf eigene Rechnung.