Geld
Was der Urlaubs-Euro wert ist
23.06.2009
Schweden erstmals seit 15 Jahren günstiger als Österreich. Schweiz, Japan und Irland für Österreicher die teuersten.
Urlaub in osteuropäischen Ländern wie Polen, Rumänien oder Ungarn ist heuer deutlich billiger als im vergangenen Jahr. Aber auch einige andere Feriendestinationen wie das Vereinigte Königreich, Schweden oder die Türkei haben deutliche Abwertungen ihrer Währungen hinnehmen müssen, der "Urlaubs-Euro" ist dort mehr wert. Schweden dürfte heuer erstmals seit 15 Jahren günstiger als Österreich sein. Weniger wert ist der Euro in Übersee. Die teuersten Urlaubsländer sind die Schweiz, Japan und Irland, teilte die Bank Austria mit.
Hier klicken und Traumurlaub buchen!
Kroatien
Wenig Veränderungen zum Vorjahr gibt es in den beiden
beliebtesten Destinationen Italien
und Kroatien.
In Italien ist der Urlaubs-Euro nach wie vor etwas weniger wert als in
Österreich: Für 100 Euro erhält man Waren und Dienstleistungen im Wert von
97 Euro (Vorjahr: 98 Euro). In Kroatien sind es heuer 130 Euro, im Juni 2008
erhielt man noch Waren im Wert von 134 Euro.
Griechenland
Mehr als in Österreich erhält man unter anderem
auch in Griechenland
(unverändert 112 Euro), Spanien (106 nach 105 Euro), der Türkei
(151 nach 140 Euro im Vorjahr) und in Ungarn (160 nach 141 Euro). Deutlich
teurer geworden sind die USA, in denen der "Urlaubs-Euro" aber
immerhin noch 122 Euro wert ist. Im Juni des Vorjahres waren es noch 134
Euro, geht aus dem von den Ökonomen der Bank Austria berechneten
Kaufkraft-Vergleich hervor.
In Deutschland ist der "Urlaubs-Euro" gleich viel wert wie in Österreich. Deutlich teurer ist die Schweiz: Hier erhält man für 100 Euro nur Waren im Gegenwert von 80 Euro (nach 85 Euro).
Unwesentlich höher
Insgesamt ist der Wert des "Urlaubs-Euro"
im Sommer 2009 nur unwesentlich höher als im Vorjahr. "Als eine
der Folgen der Wirtschaftskrise haben einige Urlaubsländer in den letzten
Monaten deutliche Abwertungen hinnehmen müssen, so Bank Austria-Ökonom
Stefan Bruckbauer.
Anders als für die meisten Destinationen in Europa habe die Abwertung des Euro gegenüber Asien und Afrika im heurigen Sommer dazu geführt, dass im Durchschnitt der Wert des "Urlaubs-Euro" in Übersee gegenüber dem Vorjahr gesunken sei - insgesamt um 8 Prozent. Es gebe allerdings auch Ausnahmen wie Südamerika, Neuseeland oder Australien.
Deutlich an Wert verloren hat der "Urlaubs-Euro" in Afrika, wo die hohe Inflation auch noch von einer Aufwertung begleitet wurde. Für den Rückgang in Asien war jedoch nur der Wechselkurs verantwortlich, im Durchschnitt fiel der Wert dort um 9 Prozent gegenüber dem Sommer 2008. Erneut besonders stark gefallen ist der Wert des Urlaubs-Euros in Japan, wo man heuer im Sommer mit 64 beinahe nur halb so viel bekommt wie in Österreich.
Durchschnittswerte
Die Ökonomen der Bank Austria weisen darauf
hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa
London als Zentralregion) können davon abweichen. Weiters sei das niedrigere
Preisniveau in einigen Urlaubsländern auch auf das hohe Einkommensniveau in
Österreich zurückzuführen. "Würde Österreichs
Preisnviveau niedriger sein, wäre auch das Einkommenniveau niedriger.
Wert des Euro in Urlaubsländern: Was man für 100 Euro an Waren und Dienstleistungen erhält
Ungarn |
160 |
Türkei |
151 |
Kroatien |
130 |
USA |
122 |
Slowenien |
119 |
Portugal |
114 |
Großbritannien |
113 |
Griechenland |
112 |
Kanada |
110 |
Spanien |
106 |
Frankreich |
101 |
Deutschland |
100 |
Italien |
97 |
Schweiz |
80 |