Team kein Hit

Ländermatch vor leeren Rängen?

21.08.2007

Noch keine EUROphorie in Wien: Match gegen Tschechien nicht einmal zur Hälfte ausverkauft.

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© AP
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„Das Ländermatch am Mittwoch gegen Tschechien ist ausverkauft, aber es gibt noch 40.000 Restkarten“ – das war am Montag im Ö3-Wecker zu hören. Ein Scherz mit einem ernsten Hintergrund: 49.800 Zuschauer fasst das Happel-Stadion nach den fast abgeschlossenen Umbauarbeiten, aber bisher sind erst 16.000 Karten fürs Tschechien-Spiel verkauft worden. Viel mehr als 20.000 Zuschauer werden nicht kommen.

Superstars
Dabei treten die Tschechen am Mittwoch mit absoluten Superstars gegen Österreich an: Petr Cech, der Tormann mit dem Sturzhelm, Milan Baros, Goalgetter von Weltformat und Jan Koller, der Zwei-Meter- Riese im tschechischen Sturm – allein dieses Trio ist eine Attraktion. Nur der bei Arsenal London spielende Regisseur Tomas Rosicky ist verletzt und wird geschont.

„Normal müsste jeder, der etwas vom Fußball versteht, im Stadion sein – oft bekommt man solche Stars nicht zu sehen, da muss ich um die ganze Welt fahren“, sagt Teamchef Josef Hickersberger. „Dieses Match verdient sich mindestens 30.000 Fans. Und ich rede jetzt gar nicht davon, dass wir immerhin für die EURO proben.“ Was Hickersberger sonst noch zum Ländermatch zu sagen hat lesen Sie hier.

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Aber die österreichische Fußball-Nationalmannschaft ist längst keine Zugnummer mehr. Auch die Spiele gegen Schottland und Paraguay fanden zuletzt im Hanappi-Stadion vor eher schütter besetzten Rängen statt. Die Hoffnung: Je näher die Europameisterschaft rückt, desto größer wird die Euphorie im Land werden. Das Match am 7. September in Klagenfurt gegen Japan ist schon ausverkauft, weil alle auf die neue EM-Arena am Wörthersee gespannt sind. Und auch die heißen Duelle mit Deutschland und Holland vor der EURO werden im nächsten Frühjahr wohl 50.000 in den Prater locken.



Zu viele Spiele
Im Moment gibt’s einfach zu viele Spiele. Die Liga boomt, und im Europacup mischen unsere Klubs auch ordentlich mit. Ein Schlager jagt den nächsten – und unser Nationalteam muss erst wieder zu einem echten Hit werden. Josef Hickersberger arbeitet daran.

Countdown
Montag um exakt 9.44 Uhr startete der Teamchef bei Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad auf dem Nebenfeld des Happel-Stadions den Countdown für das Match gegen Tschechien: Es ist nur ein TV-Team da. Fünf Fotografen pflanzen sich mit ihren Teleobjektiven auf. Die Nationalspieler, von vier Security-Leuten beobachtet, bilden einen Kreis und hören dem Teamchef zu. Kurz und bündig, in gerade einmal vier Minuten sagt Hickersberger, was er am Mittwoch erwartet. Dann fragt er, ob jeder den Maßanzug eingepackt hat. Kollektives Nicken. Hicke: „Das ist erstaunlich.“ Zu Mittag steht der Empfang im Bundeskanzleramt an. Hickersberger lächelnd: „Bitte ja keine politischen Provokationen.“ Mehr zum Besuch bei Kanzler Gusenbauer lesen Sie hier.

Gute Laune
Die Stimmung in unserer Nationalmannschaft ist gut. Hicke ist auch blendend gelaunt. Das soll so bleiben!

Von C. Russegger und A. Strecha/ÖSTERREICH

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