ÖSV-Lady Lisa Hirner holt bei der WM in Trondheim sensationell Bronze in der Nordischen Kombination.
Im norwegischen Regen regnete es weiter Medaillen für Rot-Weiß-Rot! Hirner ging als Skisprung-Zweite mit 50 Sekunden Rückstand hinter der Norwegerin Ingrid Laate in die 5-km-Loipe. Dann lief die 21-jährige Steirerin das Rennen ihres Lebens und rettete Bronze hinter den norwegischen Favoritinnen Gyda Westvold Hansen und Ida Marie Hagen. Nur 7,5 Sekunden fehlten Hirner auf Gold, Silber verpasste sie im Zielsprint um einen Wimpernschlag. Laate wurde auf Platz 4 durchgereicht.
Es war die erste Einzelmedaille einer ÖSV-Kombiniererin.
Top-Sensation nach Autoimmunerkrankung
Was für eine Sensation! Im Vorfeld der WM war Hirner wochenlang wegen einer Autoimmunerkrankung außer Gefecht. Beim Heim-Weltcup in Seefeld hatte sie es kaum ins Ziel geschafft. Rechtzeitig für die WM in Trondheim wurde sie fit. Allerdings mit viel Trainingsrückstand.
Nach Platz 7 im Massenstart-Bewerb zum WM-Auftakt am Donnerstag ("Da wusste ich, dass ich wieder voll belasten kann") folgte Bronze im Mixed-Team-Bewerb (mit Stefan Rettenegger, Claudia Purker und Johannes Lamparter). Jetzt die historische Einzel-Medaille zum Abschluss der Kombiniererinnen. "Mit meinen Wahnsinns-Skiern hab ich bis zum letzten Anstieg um Gold mitfighten können, das hätt ich mir nie gedacht", keuchte Hirner im Ziel: "Aber ich bin auch superhappy. Vor eineinhalb Wochen hab ich noch nicht einmal gewusst, ob ich hier herkommen kann. Jetzt steh ich mit zwei Medaillen da - ein Traum!"