Marokko will Straßenhunde vor der Fußball-WM 2030 töten
10.03.2025Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 wird in Marokko von einer grausamen Praxis überschattet: Die Regierung plant Berichten zufolge die systematische Tötung von bis zu drei Millionen Straßenhunden.
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Diese Maßnahme soll das Straßenbild für Touristen und die internationale Aufmerksamkeit während des Großereignisses "verschönern". Tierschutzorganisationen und Aktivisten schlagen Alarm und fordern ein sofortiges Ende dieser brutalen Kampagne.
Geplante Massentötungen – was steckt dahinter?
Laut verschiedenen Medienberichten und Tierschützern sollen die Straßenhunde landesweit durch Vergiftungen und Erschießungen getötet werden. Marokkanische Behörden rechtfertigen diese Maßnahmen mit der Sorge um die öffentliche Sicherheit, insbesondere um mögliche Tollwutübertragungen. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass diese Art der Tötung nicht nur grausam, sondern auch ineffektiv ist. Die Population kann durch das Töten einzelner Tiere nicht dauerhaft reduziert werden, da neue Hunde in die frei gewordenen Gebiete nachrücken.
Internationaler Protest wächst
Die Pläne haben nicht nur in Marokko selbst, sondern auch international für Empörung gesorgt. Zahlreiche Tierschutzorganisationen, darunter der Deutsche Tierschutzbund und PETA, fordern die marokkanische Regierung auf, humane Alternativen zur Reduzierung der Straßenhundepopulation zu ergreifen. Auch die weltbekannte Primatenforscherin Dr. Jane Goodall äußerte sich entsetzt und rief die FIFA dazu auf, ihren Einfluss geltend zu machen, um die Tötungskampagne zu stoppen.
Tierschützer betonen, dass es ethische und nachhaltige Methoden gibt, um das Problem der Straßenhunde zu bewältigen. Erfolgreiche Kastrations- und Impfprogramme, wie sie in vielen anderen Ländern angewendet werden, könnten langfristig die Population reduzieren, ohne Leid zu verursachen. In Marokko gab es bereits Projekte zur Kastration und Impfung von Straßenhunden, die jedoch nicht ausreichend finanziert wurden.
Die FIFA steht nun ebenfalls in der Kritik. Tierschützer fordern, dass der Fußballverband Druck auf die marokkanische Regierung ausübt, um diese grausamen Maßnahmen zu verhindern. Ähnliche Proteste in anderen Gastgeberländern von Großveranstaltungen haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass Tötungskampagnen gestoppt oder eingeschränkt wurden.
Doch wie kann geholfen werden? Verschiedene Initiativen setzen sich bereits für eine Verbesserung der Situation ein.
Petitionen unterzeichnen: Mehrere Tierschutzorganisationen haben Petitionen gestartet, um die Regierung in Marokko zum Handeln zu bewegen. Jede Unterschrift kann dazu beitragen, Veränderungen anzustoßen.
Öffentlichkeit mobilisieren: Durch Social Media kann internationaler Druck aufgebaut werden. Je größer die Aufmerksamkeit, desto höher die Chance auf politische Reaktionen.
Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 09.03.2025, hier in voller Länge sehen.
Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 16.03.2025, 18:30 Uhr
Tierschutzorganisationen unterstützen: Spenden und ehrenamtliches Engagement helfen den Organisationen vor Ort, die sich aktiv für nachhaltige und humane Lösungen einsetzen.
Jeder Beitrag zählt – gemeinsam kann ein Unterschied für die Tiere gemacht werden!
Die geplanten Massentötungen von Straßenhunden in Marokko sind ein alarmierendes Beispiel für die grausamen Maßnahmen, die manche Länder im Vorfeld großer Sportveranstaltungen ergreifen. Statt kurzfristiger Gewalt sollten nachhaltige, humane Lösungen wie Kastrations- und Impfprogramme gefördert werden. Der internationale Druck wächst, und es bleibt zu hoffen, dass Marokko diese brutale Praxis überdenkt, bevor es zu spät ist.