Überraschung

Sensations-Fund in Pompeji

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Die Entdeckung wirft neues Licht auf Mysterien des Dionysos in der klassischen Welt  

Bei den Ausgrabungen in Pompeji kommt es immer wieder zu Überraschungen. So kam zuletzt eine neue Villa mit einem großen Bankettsaal zum Vorschein. Der Raum ist mit einem die Einweihung in die dionysischen Mysterien darstellenden Freskenzyklus geschmückt. Die sogenannte Megalographie wirft ein neues Licht auf die Mysterien des Dionysos in der klassischen Welt, berichtete der italienische Kulturminister Alessandro Giuli bei der Vorstellung des Fundes.

Das Fresko schmückt den großen Bankettsaal auf allen drei Seiten, die nicht dem Garten des Hauses zugewandt sind, und stellt die Prozession des Dionysos mit Tänzerinnen und Jägerinnen sowie jungen Satyrn mit spitzen Ohren dar. In der Mitte erscheint eine "Nizianda", eine Frau, die in einem nächtlichen Ritual in die Mysterien des Dionysos eingeweiht werden soll, des Gottes, der stirbt und wiedergeboren wird und seinen Anhängern dasselbe verspricht. Megalographie in der Kunstgeschichte bezeichnet Bilder, die ihren Inhalt lebens- oder überlebensgroß abbilden.

Zusätzliche Mittel in Höhe von 33 Millionen Euro

Die italienische Regierung um Premierministerin Giorgia Meloni hat kürzlich zusätzliche Mittel in Höhe von 33 Millionen Euro für strategische Ausgrabungen, geplante Instandhaltungs- und Aufwertungsarbeiten in der antiken Stadt und ihrem Gebiet bereitgestellt, betonte Giuli. In Pompeji wurden bereits mehr als 13.000 Räume in 1.070 Wohneinheiten sowie öffentliche und sakrale Räume entdeckt.

Die antike Stadt lag am Fuße des Vulkans Vesuv. Bei Ausbrüchen im Jahr 79 nach Christus hatten Asche, Schlamm und Lava die Siedlungen unter sich begraben und die Stadt teilweise konserviert. Im 18. Jahrhundert wurde Pompeji wiederentdeckt. Die Ausgrabungsstätte, die immer wieder sensationelle Funde zutage bringt, gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien.

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