Nahost

Rückzug Israels aus grenznahen Orten im Südlibanon

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Wenige Stunden vor dem Auslaufen einer Frist zum Truppenabzug im Rahmen des Waffenruhe-Abkommens mit der Hisbollah hat sich die israelische Armee nach libanesischen Angaben aus mehreren Ortschaften im Südlibanon zurückgezogen. 

Die Streitkräften hätten mit ihrem Rückzug aus mehreren grenznahen Orten begonnen, darunter Mais al-Jabal und Blida, erklärte ein Mitglied der libanesischen Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP.

Israel hatte zuvor erklärt, es werde auch nach Verstreichen der am Dienstag auslaufenden Frist an fünf "strategischen Punkten" im Libanon stationiert bleiben. Armeesprecher Nadav Shoshani bezeichnete dies als "vorübergehende Maßnahme", bis die libanesische Armee ihrerseits in der Lage sei, "das Abkommen vollständig umzusetzen".

Nach monatelangen Kämpfen zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee war am 27. November eine Waffenruhe in Kraft getreten. Es sieht vor, dass im Südlibanon künftig lediglich die libanesische Armee und Soldaten der UN-Friedensmission UNIFIL vor Ort bleiben. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz soll sich aus dem Grenzgebiet nach Norden bis hinter den Fluss Litani zurückziehen und ihre militärischen Stützpunkte auflösen.

Das Abkommen sah ursprünglich den Rückzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon bis zum 26. Jänner vor. Die Frist war bis zum 18. Februar verlängert worden, nachdem Israel erklärt hatte, die Soldaten würden vor Ort bleiben, da der Libanon seinerseits nicht alle Auflagen "vollständig erfüllt" habe.

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