World Vision Österreich fordert die Umsetzung des Verbotes von zwangsrekrutierten Kindern.
Anlässlich des internationalen Gedenktages gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar - dem "Red Hand Day" - werden alarmierende Zahlen veröffentlicht. Laut einer Aussendung von World Vision Österreich vom Mittwoch sollen weltweit immer noch 250.000 bis 300.000 Kinder zwangsrekrutiert werden. Die jugendlichen Kämpfer sind meist nicht älter als elf Jahre. World Vision Österreich fordert nun die Umsetzung des Verbotes von Kindersoldaten.
Regierung gefordert
Die jugendlichen Kämpfer kommen sowohl in
regulären Streitkräften als auch in Rebellenarmeen zum Einsatz. "Sie müssen
sich an Kampfhandlungen beteiligen, viele von ihnen werden sexuell
missbraucht, gefoltert und ermordet", meint Amanda Platzer,
Geschäftsführerin von World Vision Österreich. Die österreichische Regierung
solle sich verstärkt dafür einsetzen, dass weltweit auf die Rekrutierung von
Kindern verzichtet werde und die Jugendlichen vor den Folgen von
Gewaltkonflikten geschützt werden.
Der "Red Hand Day" soll daran erinnern, dass am 12. Februar 2002 ein Zusatzprotokoll zur UNO-Kinderrechtskonvention beschlossen wurde, das den Militäreinsatz von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren verbietet.