Bis zu sechs Prozent
Auch die Mieten werden teurer
23.06.2008
Mieter müssen bald noch tiefer in die Tasche greifen: Bis zu sechs Prozent mehr wird durch die hohe Inflation fällig.
Durch die gesetzlich vorgesehenen Mietenindexierungen schlagen die hohen Inflationsraten unmittelbar auf die Mieten durch, hieß es am Montag. Laut AK werden die Kategoriemieten, die Hausverwaltungskosten und die Erhaltungsbeiträge ab September um fast 6 Prozent angehoben. Betroffen sind allein im kommenden Herbst rund eine Million Haushalte, so die AK.
"Inflations-Mietenkarussel"
Durch die Erhöhung der
Mieten und der Hausverwaltungskosten seien die meisten Mieter doppelt
betroffen. Bereits im Frühjahr 2009 werde die inflationsbedingte Erhöhung
der Richtwertmieten rund 3,5 Prozent betragen, obwohl diese Mieten erst im
April 2008 um 2,2 Prozent erhöht wurden. Diese Erhöhungen würden laut AK
nicht nur viel kosten, sondern auch zu einem "Inflations-Mietenkarussel"
führen, da die inflationsbedingten Mietenerhöhungen selbst wieder die
Inflationsrate erhöhen.
Beispiel 80 m²-Wohnung
Bei einer 80 m2 Richtwertmietwohnung,
für die eine Familie im März 2008 noch eine Richtwertmiete von 640 Euro
monatlich (ohne überwälzbare Hausbetriebskosten und ohne Mehrwertsteuer)
bezahlt hat, muss sie ab April 2009 677 Euro monatlich berappen. Das ist
innerhalb kurzer Zeit eine Erhöhung um 37 Euro monatlich, inklusive
Mehrwertsteuer 40,70 Euro monatlich, nennt die AK als Beispiel.
Auch Kategorie-Mieten steigen
Besonders belastend sind die
Steigerungen, neben den Richtwertmieten, auch bei den Kategoriemieten, so
die AK. Bei einer 80 Quadratmeter-Kategorie A Wohnung bedeute die
inflationsbedingte Erhöhung im September 2008 eine Mehrbelastung von 15 Euro
(inkl. Mehrwertsteuer) im Monat bzw. von insgesamt 180 Euro im Jahr.
Höhere Verwaltungsabgaben
Zusätzlich zu diesen
Mietenerhöhungen kann der Vermieter auch noch bei allen Altbaumietwohnungen
(Richtwertmietwohnungen und Kategoriemietwohnungen) von den Mietern ab
September 2008 um 5,7 Prozent mehr für die Verwaltung verlangen. Damit muss
der Mieter dem Vermieter zusätzlich zur Miete bei einer 80
Quadratmeter-Wohnung bereits 22,60 Euro im Monat für die Verwaltung bezahlen.
Genossenschaftswohnungen wenig betroffen
Weniger stark fällt die
indexbedingte Erhöhung bei den Erhaltungsbeiträgen bei
Genossenschaftswohnungen aus. Dieser Erhaltungsbeitrag ist je nach Baualter
gestaffelt und wird auch nicht bei allen Wohnungen bzw. nicht in voller Höhe
eingehoben. Im Schnitt beträgt er rund 1 Euro pro Quadratmeter und Monat.
Bei bei einer 80 Quadratmeter-Wohnung würde damit die Verteuerung im Herbst
im Schnitt rund 5 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) monatlich betragen.