Machtkampf

FIFA-Knall: Ex-Weltfußballer als Infantino-Herausforderer

Mehrere Männer in Anzügen sitzen und stehen auf der Tribüne eines Fußballstadions.
© Getty Images
Im Machtkampf um die FIFA-Spitze taucht ein prominenter Name auf. Die Gegner von Gianni Infantino suchen einen Herausforderer – und haben einen alten Bekannten im Visier.
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Während sich der FIFA-Rat am Donnerstag in Zürich mit den zahlreichen Kontroversen um seinen Präsidenten beschäftigt, berichtet der britische Guardian über einen überraschenden Namen bei der Suche nach einem Gegenkandidaten: Luís Figo (53). Der ehemalige Weltfußballer und Real-Madrid-Star wird als möglicher Herausforderer bei der FIFA-Präsidentenwahl am 18. März 2027 gehandelt.

Nach Informationen des Guardian wächst unter den Gegnern Infantinos die Zuversicht, rechtzeitig einen geeigneten Kandidaten präsentieren zu können. Eine Zusage Figos gibt es bislang allerdings nicht.

Figo forderte bereits Infantinos Rücktritt

Der Portugiese wäre kein unbeschriebenes Blatt im Kampf um die FIFA-Spitze. Bereits 2015 wollte Figo Präsident des Weltverbandes werden, zog seine Kandidatur damals aber zurück.

Im August dieses Jahres stellte er sich dann öffentlich gegen Infantino. Nach Bekanntwerden der umstrittenen Pläne, Anteile an den kommerziellen WM-Rechten an private Investoren zu verkaufen, forderte Figo den Rücktritt des FIFA-Chefs.

Nun könnte aus dem prominenten Kritiker tatsächlich ein Herausforderer werden. Ob Figo zu einer Kandidatur bereit wäre, ist allerdings offen.

Wenger sagt ab – FIFA-Gegner unter Zeitdruck

Die Suche gestaltet sich schwieriger als zunächst erhofft. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, Asien-Verbandschef Salman bin Ibrahim Al Khalifa und CONCACAF-Boss Victor Montagliani wollen laut Guardian nicht selbst gegen Infantino antreten.

Auch die prominenten Kandidaten Arsène Wenger und Michele Kang haben demnach abgewunken.

Damit läuft den Infantino-Gegnern die Zeit davon. Bis zum 18. November müssen Kandidaturen eingereicht werden. Laut Guardian wird sogar erwogen, den Herausforderer erst kurz vor Ablauf der Frist vorzustellen.

Infantino muss sich FIFA-Kritikern stellen

Der mögliche Einstieg Figos wird ausgerechnet am Tag einer brisanten FIFA-Ratssitzung bekannt. In Zürich muss sich Infantino den kritischen Fragen der mächtigen Kontinentalverbände stellen.

Im Mittelpunkt stehen das gescheiterte Geschäft mit den WM-Vermarktungsrechten, die umstrittene Aufhebung der Sperre gegen US-Nationalspieler Folarin Balogun und die Forderung nach einer unabhängigen Überprüfung der FIFA-Führung.

Infantino strebt im März 2027 eine weitere Amtszeit an. Mit dem 18. November steht bereits der nächste entscheidende Termin im Machtkampf fest: Dann endet die Frist zur Nominierung seiner möglichen Herausforderer.

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