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Infektionswelle: Warum die Grippesaison 2025 so heftig ist

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Die kalten Monate haben uns wieder fest im Griff – und diesmal kommt der Grippevirus mit voller Wucht. Ärzte und Gesundheitsexperten schlagen Alarm, während in Praxen und Kliniken die Fallzahlen in die Höhe schießen. Doch was steckt hinter dieser ungewöhnlich heftigen Grippesaison?

Österreich schnieft und hustet – die Grippewelle hat ihren Höhepunkt erreicht. Aktuell leiden zahlreiche Menschen an Atemwegserkrankungen, insbesondere die Influenza breitet sich rasant aus. Zwar sind Erkältungen und Grippefälle in dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches, doch in diesem Jahr trifft uns die Welle besonders heftig. Dafür gibt es mehrere Gründe – einige davon wären mit einfachen Maßnahmen vermeidbar.

Niedrige Impfquote begünstigt die Grippewelle

Die Ursachen für den starken Ausbruch sind vielfältig – von den aktuell zirkulierenden Virusstämmen bis hin zu wetterbedingten Einflüssen. Ein entscheidender Faktor ist jedoch die geringe Impfquote. Die Durchimpfungsrate gegen Influenza bleibt in Österreich auf einem niedrigen Niveau: Zuletzt waren nur etwa 14 Prozent der Bevölkerung geimpft. Aus medizinischer Sicht wäre eine höhere Impfquote dringend erforderlich, denn die echte Grippe ist weit mehr als nur ein harmloser Schnupfen – sie ist eine hoch ansteckende und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Jedes Jahr fordert sie in Österreich bis zu 4.000 Todesopfer.

Infektionswelle: Warum die Grippesaison 2025 so heftig ist
© Getty Images
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Nachwirkungen der Corona-Jahre

Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben verändert – und so auch unser Immunsystem. Während der letzten Jahre sorgten strenge Hygienemaßnahmen und Lockdowns dafür, dass wir weniger mit diversen Krankheitserregern in Kontakt kamen. Diese „Immunsystem-Pause“ hat nun ihren Tribut gefordert. Ohne den regelmäßigen kleinen „Trainingsreiz“ sind viele Menschen weniger gewappnet, wenn plötzlich wieder zahlreiche Viren, wie der aktuelle Grippevirus, auf uns treffen. Das Ergebnis: Eine besonders heftig zuschlagende Grippewelle.

Klimafaktoren und globale Vernetzung

Der Klimawandel sorgt nicht nur für extreme Wetterphänomene, er beeinflusst auch die Verbreitung von Krankheitserregern. Mildere Winter in einigen Regionen begünstigen das Überleben der Grippeviren, während plötzliche Temperaturwechsel – von eisigen Nächten zu warmen Tagen – das Immunsystem zusätzlich herausfordern. Gleichzeitig erleichtert die hohe internationale Mobilität, sei es durch Urlaubsreisen oder Geschäftsflüge, den raschen globalen Austausch von Virusstämmen. So findet sich der neu aufgetretene, aggressive Virusstamm schneller und unbemerkt in verschiedenen Regionen wieder.

Die richtige Prävention

Gesundheitsexperten raten dazu, sich impfen zu lassen und präventive Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und das Tragen von Masken in stark frequentierten Bereichen nicht zu vernachlässigen. Jeder von uns kann dazu beitragen, die Ausbreitung zu bremsen.

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